Money, money money? Nö! 2018 wird das Jahr der alternativen Ziele – Freelancetweets 015

In der Reihe Freelancetweets kommentieren wir grandiose, aberwitzige, aber auch ganz nüchterne Tweets über das Leben als Freiberufler. Heute kommentieren wir:

Haben Sie sie auch bekommen, diese Erfolgsnewsletter zum Jahresanfang? Über Erfolgsprinzipien und Erfolgsstrategien, die im Jahr 2017 dazu geführt haben, dass höchst ehrgeizige Ziele noch übertroffen werden konnten? Über Erfolgsmethoden, die auch wir für garantierten Erfolg im neuen Jahr erlernen können?

Bei der ersten Mail entfuhr mir noch ein anerkennendes Nicken, interessiert klickte ich mich durch die ergänzenden Blogeinträge. Bei der dritten Mail war ich schon etwas skeptischer, ob diese Erfolgsgeheimnisse denn auch auf mich passen. Und ob „Umsatz, Umsatz, Umsatz, Baby!“ denn auch mein allerhöchstes Ziel für das noch ganz jungfräulich-taufrische Jahr sein kann.

Ein unangenehmes Ziehen im Bauch bei der nächsten Mail, die meine App meldet: Hatte ich mich denn nicht aus ein paar anderen Gründen für das Freelancerleben entschieden?

Alles Konto? Quatsch: Wein und Waage!

Aber yeah, da stoße ich auf der Suche nach anderen Stimmen auf Frau Felis Tweet – das ist die Alternative, was ein großartiger Perspektivwechsel! Ich wische meine Mindmaps und Brainstorming-Post-Its, auf denen ich Jahresziele in Form von Geldeingängen, Twitter-Reichweite und Newsletter-Abonnenten notiert habe, einfach vom Tisch. Und mache mich an die Arbeit.

Denn, du hast recht, Frau Feli. Zum Jahresende sollten wir uns viel mehr fragen lassen dürfen: Wie sieht es auf der Waage aus – also, was haben wir für uns getan, für unsere Gesundheit und ja, auch fürs Aussehen? Und überhaupt: Welche Weine wollen wir auf Lager haben, um jederzeit für einen Besuch der besten Menschen der Welt bereit zu sein?

Wie viel muss ich arbeiten und verdienen, um gut leben zu können?

Und siehe da: Auch die Anzahl der an der Sonnen verbrachten Stunden lassen sich messen und in Monats- und Quartalsziele packen. Ich blocke mir Zeiträume für Menschen, die ich lange nicht gesehen habe. Und entwickle ein System, mit dem ich die im Internet verbrachte Zeit mit der Zeit für gute Bücher vergleichen kann. Und die Sache mit der Waage… nicht unbedingt mein Thema… aber mehr Sport sollte ich dringend machen! Alleine, um nicht mehr bei jedem durch die Straßen bummelnden Infekt sofort „Hier bin ich! Huhu! Komm zu mir!“ zu rufen… Drei Stunden pro Woche abzweigen? Hm, dafür könnte ich ja vielleicht doch mal diese Produktivitäts-Hacks aus den Newslettern testen…? Auf die Liste damit!

Für manches aus meiner neuen Jahreszieleliste brauche ich einen freundlichen Wettergott, für anderes Raum für Spontanes, für anderes mehr Effizienz, und für wieder anderes doch eben doch das liebe Geld. Also nochmal zurück auf Anfang: Ich brauche doch eine Jahreskalkulation. Aber jetzt weiß ich auch, wozu.

Kathrin Reikowski

Kathrin Reikowski

Kathrin Reikowski ist selbstständige Content Marketerin und systemische Beraterin. Sie bloggt für freelance.de und freut sich über Ihre tweets mit #freelancetweets.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.