7 einfache Tipps für besseren Cashflow: So bleiben Sie flüssig

Cash is king! Das gilt insbesondere auch für erfolgreiche Freiberufler und Selbstständige. Denn nur, wenn Sie mehr einnehmen als Sie ausgeben, verfügen Sie über einen positiven Cashflow und stellen ein nachhaltiges Business auf die Beine. Als Experte für Unternehmensfinanzierungen hat die aifinyo AG in sieben einfachen Tipps zusammengetragen, wie Sie Ihren Cashflow optimieren. So bleiben Sie immer flüssig.

Weshalb Cashflow für Selbstständige so wichtig ist?

Der Cashflow berechnet sich aus der Differenz von Einnahmen und Ausgaben innerhalb eines festgelegten Zeitraums. Er steht also für den Geldfluss in einem Unternehmen und gibt an, inwieweit es sich aus eigenen Mitteln finanzieren kann.

Haben Sie am Ende eines Monats, Quartals oder Jahres mehr Geld übrig als Sie ausgegeben haben, können Sie von einem positiven Cashflow (Mittelzufluss) sprechen. Ist es umgekehrt und Sie haben mehr Ausgaben als Einnahmen generiert, spricht man von einem negativen Cashflow (Mittelabfluss).

Um erfolgreich zu sein und finanzielle Engpässe zu vermeiden, ist es nötig einen positiven Cashflow zu erreichen. Sprich Sie sollten regelmäßig Geld am Monats- oder Quartalsende übrig haben. So können Sie sich nicht nur entspannt auf Ihre Aufträge und Projekte konzentrieren, sondern auch besser zukünftige Investitionen planen und Durststrecken leichter überwinden.

Tipp #1: Finanzen analysieren und Ziele festlegen

„Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg.“ – eine alte, chinesische Weisheit, die auch in der Cashflow-Optimierung ihre Anwendung findet. Nur wenn Sie wissen, mit welcher Summe Sie Ihr Unternehmen am Laufen halten, wissen Sie, worauf Sie hinarbeiten müssen. Beantworten Sie die folgenden Fragen und formulieren Sie daraus klare Ziele:

  • Wie viel müssen Sie jährlich verdienen, um kostendeckend zu arbeiten?
  • Wie viel möchten Sie verdienen? Welche Gewinne sollen erwirtschaftet werden?
  • Wie hoch sind Ihre Ausgaben? Um wie viel Prozent möchten Sie diese senken?

Um jedoch diese Fragen richtig beantworten zu können, sollten Sie regelmäßig Ihre Quartalsberichte und -abschlüsse analysieren. Wie war das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben? Wie lief dieses Quartal im Vergleich zum Vorherigen? Oder zum Vorjahr? Welche Lehren lassen sich daraus ziehen? Nur durch solche Analysen bekommen Sie ein Gefühl dafür, ob Ihre Ziele realistisch und Sie auf dem richtigen Weg sind.

Tipp #2: Reduzieren Sie Ihre Ausgaben

Zur Optimierung des Cashflows gehört es auch, den Rotstift an den richtigen Stellen anzusetzen. Schauen Sie sich Ihre Kosten genau an und überlegen Sie sich, welche Sie davon streichen können. Dabei sollten Sie ruhig kleinlich sein, auch ein monatliches Abo von 4,99 Euro läppert sich im Jahr auf knapp 60 Euro, die Sie möglicherweise besser nutzen könnten.

Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Fixkosten: Zu den fixen Kosten zählt alles, was monatlich regelmäßig anfällt und worauf Sie nicht verzichten können. Dazu zählen Miete, Versicherungen, Gehälter, Kreditraten oder Stromkosten. Doch auch, wenn Sie „fix“ sind, heißt das nicht, dass Sie dort nicht sparen können. Vergleichen Sie regelmäßig Strom- und Telefonanbieter. Rufen Sie immer mal wieder bei Ihrer Versicherung an und sprechen Sie über Möglichkeiten, Policen zu optimieren.

Reduzieren Sie variable Kosten: Zu den variablen Kosten gehören Kosten für Materialien, Tools oder auftragsbezogene Einkäufe. Sprich das sind die Kosten, die in Abhängigkeit mit Ihren Aufträgen entstehen. Hier gilt es zu schauen, dass Abonnements regelmäßig geprüft werden. Nutzen Sie dieses Tool noch oder können Sie hier pausieren oder kündigen? Kaufen Sie Materialien zum bestmöglichen Preis ein oder gibt es dort Einsparpotenziale?

Tipp #3: Suchen Sie nach Möglichkeiten Ihre Einnahmen zu erhöhen

Die Ausgaben lassen sich einfacher beeinflussen als die Einnahmen. Dennoch sollten Sie regelmäßig nach Möglichkeiten suchen, wie Sie diese erhöhen können, um Ihren Cashflow zu optimieren. Eine Maßnahmen wäre es zum Beispiel, wenn Sie Ihren Stundensatz erhöhen. Zu diesem Mittel sollten Sie jedoch nur greifen, wenn Sie sicher sind, dass Ihre Kunden mit dem neuen Preissatz mitgehen und Sie dabei wettbewerbsfähig bleiben. Vielleicht können Sie sich noch stärker in der Neukundengewinnung einbringen und so noch mehr Aufträge generieren. Oder gibt es Dienstleistungen, die Sie noch nicht anbieten, Ihre Kunden aber immer wieder nachfragen? Dann erweitern Sie Ihr Portfolio. Werden Sie kreativ.

Tipp #4: Vereinbaren Sie kurze Zahlungsziele

Die Leistung ist erbracht. Die Rechnung ist gestellt. Jetzt sollte möglichst eine schnelle Bezahlung erfolgen. Dafür ist es grundlegend, dass Sie bereits im Dienstleistungsvertrag sämtliche Zahlungsdetails (Fristen, Zahlarten) festhalten und klar formulieren. Denn dann gibt es für den Kunden keinen triftigen Grund, die Zahlung nach erbrachter Leistung aufzuschieben. Sorgen Sie dafür, dass Rechnungen korrekt ausgestellt und schnell versendet werden. Das darauf ausformulierte Zahlungsziel sollte nicht zu weit in der Zukunft liegen.

Wenn Sie Probleme mit spät zahlenden Kunden haben, aber Ihre Zahlungsziele nicht verkürzen möchten, dann können Sie Ihre Rechnungen über einen Finanzdienstleister wie aifinyo vorfinanzieren lassen. Beim sogenannten Factoring erhalten Sie Ihr Geld gegen eine geringe Gebühr innerhalb weniger Tage und müssen nicht darauf warten, dass Ihr Kunde endlich zahlt. Dadurch sind Sie unabhängig von der Zahlungsfrist Ihrer Kunden und können Ihre Finanzen besser planen.

Tipp #5: Kümmern Sie sich um Ihre offenen Posten

Es gibt immer mal wieder Kunden, die Ihre Rechnungen nicht fristgerecht begleichen. Im Einzelfall ist es meist kein Problem ein paar Tage auf die Zahlung zu warten. Doch häufen sich diese Vorfälle, kann es für den Einzelunternehmer schnell zu finanziellen Engpässen führen. Verschaffen Sie sich daher einen guten Überblick über alle noch offenen Posten und scheuen Sie sich auch nicht, zeitnah erste Erinnerungen an Ihren Kunden zu versenden. Im besten Fall hat dieser nur vergessen die Zahlung anzuordnen. Sollten Sie jedoch regelmäßig auf Ihr Geld warten und immer wieder vertröstet werden, ist es sinnvoll, mit einem professionellen Inkassodienstleister zusammenzuarbeiten.

Tipp #6: Bilden Sie finanzielle Rücklagen

In der Selbstständigkeit gibt es gute und schlechte Monate. Damit Sie in den schlechten Monaten nicht in eine finanzielle Not geraten, sollten Sie zeitig damit beginnen, sich ein Sicherheitspolster anzusparen. Eine gute Grundlage ist ein Puffer, der Sie zwischen drei und sechs Monaten auch ohne Einkommen über Wasser halten kann. So sind Sie bestens gewappnet vor unvorhergesehenen Krisen, unerwartet teuren Steuerzahlungen oder auftragsschwachen Monaten.

Tipp #7: Nutzen Sie alternative Finanzierungen

Alternative Finanzierungslösungen wie Leasing (z.B. zur Anschaffung neuer Arbeitsmittel) stellen ebenfalls eine schonende Möglichkeit dar, den Cashflow zu optimieren. Denn hier werden Zahlungen und Ratenmodelle auf Ihre Bedürfnisse angepasst.

Der Vorteil: Alternative Finanzierungen wie Leasing, Mietkauf oder Projektfinanzierungen schaffen finanzielle Spielräume durch sofortige Liquidität. Sie können Investitionen tätigen, ohne Kredite in Anspruch nehmen zu müssen. Dadurch erhöht sich Ihre Planungssicherheit und Sie erzielen zudem noch positive Bilanzeffekte.

Gastautor

Gastautor

Regelmäßig veröffentlichen Gastautoren auf freelance.de Beiträge zu interessanten Themen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.