Checkliste für Geldanlagen – worauf Anleger achten sollten, um eine solide Rücklage aufzubauen

Wer als Freelancer tätig ist, der sollte unbedingt auf eine ausreichende finanzielle Basis zurückgreifen können, denn gerade zu Beginn des Freiberuflerseins sind die Einnahmen in den meisten Fällen doch eher bescheiden, die laufenden Kosten sind es hingegen nicht. Anders als in den USA können beispielsweise die Krankenversicherungsbeiträge nicht eingespart werden, indem die Versicherung einfach aufgekündigt wird, stattdessen droht vielen Freelancern so mitunter sogar ein großer Schuldenberg. Fakt ist aber auch, dass immer wieder Kunden betreut werden, die nicht zahlen – mit dieser schlechten Zahlungsmoral müssen Freiberufler jedoch schlicht und ergreifend rechnen, dementsprechend sollte auch auf klare Rechnungsziele, das Mahnwesen oder vielleicht sogar das Einschalten eines Anwalts geachtet werden. Finanzielle Rücklagen sind in dieser Hinsicht also nicht nur eine gute Idee, sondern nahezu unerlässlich.

Die richtige Geldanlage in Erfahrung bringen

In Zeiten sinkender Zinsen fragen sich viele Anleger, welche Geldanlage eigentlich noch vertrauensvoll ist, vor allem sollte sie jedoch über das Jahr hinweg mehr Zinsen bringen als durch die Inflation wegfallen – die Rendite sollte demnach also höher als die jährliche Durchschnittsinflation sein. Hier lohnt sich nun ein Blick auf die aktuelle Preissteigerungsrate, welche unter anderem beim statistischen Bundesamt genau eingesehen werden kann.

Ziele definieren

Bevor Freelancer wie auch andere Sparer eine Anlageentscheidung treffen, sollten sie ihre Ziele klar definieren, am besten bei einem Gespräch mit der Bank oder einem Berater. Einige für sich selbst wichtige Fragen sollten dabei beantwortet werden, unter anderem beispielsweise die Menge des angelegten Geldes oder die Risikobereitschaft.

Selbständig Finanzwissen aneignen

Wer sein Geld in Anlagen investiert, die er selbst nicht versteht, der kann vieles falsch machen oder Fehlentscheidungen womöglich gar nicht als solche identifizieren. Anleger sollten sich daher in jedem Fall auch selbständig informieren, Fachzeitschriften zurate ziehen oder ihre Geldanlagen hinterfragen.

Möglichkeiten abwägen

Geht es um Anlagen, so sind die Möglichkeiten bekanntlich sehr vielfältig. Wichtig ist diesbezüglich außerdem, dass Anleger sich nicht von den Werbeversprechen der Produktanbieter einwickeln lassen sollten. Solche Überraschungspakete können aber vermieden werden, indem die Angebote hinterfragt und auch die Details einer genauen Prüfung unterzogen werden. Im Ratgeber von ERGO Direkt werden einige dieser Aspekte angesprochen mit denen sich Verbraucher ausführlicher befassen sollten, sodass die eigene finanzielle Vorsorge optimal gestaltet werden kann. Unter anderem werden an dieser Stelle weiterführende Informationen zu wichtigen Punkten wie dem Bausparen, der Kreditabsicherung oder der Rentenlücke zur Verfügung gestellt.

  • Aufgrund der derzeit eher geringen Zinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) sind Tagesgeldkonten nur bedingt zu empfehlen – Zinsgutschrift und Zinsgarantie sollten genau geprüft werden.
  • Klassische Sparbücher sind aufgrund der sehr niedrigen Renditen in nahezu jedem Fall abzuraten.
  • Festgeldkonten lohnen sich dank der niedrigen Zinsen nur bedingt. Die Anlagedauer sollte sich auf einen Zeitraum von 3, 6 oder 12 Monaten, höchstens jedoch 3 Jahren beschränken.
  • Eine beliebte Möglichkeit ist der Sparbrief, der ähnlich einem Festgeldkonto funktioniert und sowohl garantierte Zinsen als auch feste Laufzeiten bietet.
  • Hohe Sicherheit haben lange Zeit über Bundesschatzbriefe und Bundesanleihen geboten – sie wurden jedoch vom Bund abgeschafft.
  • Finanzinstitute bieten diverse Sparpläne an, beispielsweise den Fondssparplan, den Wertpapiersparplan oder den klassischen Banksparplan.

Alternativen berücksichtigen

Heutzutage greifen  immer mehr Menschen auf eine Anlage in Form von Goldanlagen zurück, da es sich bei dem Edelmetall bekanntlich um eine sehr stabile und werterhaltende Investition handelt. Während Gold bis in die 70er-Jahre allerdings noch zu einem festen Umrechnungskurs in Dollar umgetauscht werden konnte, so unterliegt der Goldpreis heutzutage großen Schwankungen.  Zwar wird Gold stets seinen Sachwert behalten und erfüllt damit die Funktion eines Wertspeichers, andererseits können Anleger hier jedoch keine laufenden Erträge wie Zinsen oder Dividenden erwarten. Letztendlich kostet außerdem auch die Aufbewahrung Geld und normalerweise sind beim Kauf Aufschläge zu zahlen, die wiederum die Wertsteigerung der Geldanlage mindern. Vielfach wird daher dazu geraten, Gold lediglich als Beimischung in einem Anlagenmix zu nutzen.

Stetig einen gesunden Mix aus verschiedenen Anlagen aufbauen

Im Idealfall bietet sich eine breite und gut gewählte Streuung des Vermögens an, denn so werden langfristig höhere Erträge erzielt und auch das Gesamtvermögen wird durch die Streuung sicherer, da Anleger von den Entwicklungen auf verschiedenen Märkten profitieren können. Gut geeignet sind dafür die Anlageklassen Unternehmensbeteiligungen, Bankanlagen und Schuldscheine, Rohstoffe und Immobilen. Da hier keine einseitige Vermögensausrichtung mehr gegeben ist, bestehen ein gewisser Inflationsschutz sowie gute Renditechancen.

Regelmäßig prüfen und verbessern

Eine Geldanlage ist keine Sache, die mit einer einmaligen Unterschrift abgeschlossen ist. Stattdessen müssen die Geldanlagen regelmäßig geprüft, am besten mindestens einmal im Jahr. Grundsatzentscheidungen sollten hier allerdings nicht immer wieder in Frage gestellt werden, denn ein ständiges Hin und Her bei der Wahl der Geldanlagen verursacht wiederum Kosten und geht damit auch zu Lasten der Erträge.

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Dagmar Heinze

Dagmar Heinze

Ist seit dem 1. Juni 2012 bei freelance.de für das Online Marketing zuständig. "Ich freue mich bei diesem schnellwachsenden Unternehmen mitwirken zu können!"

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