Die passende Domain für das nächste Webprojekt

Auch wenn viele Menschen für ihren Weg zu einer Webseite Suchmaschinen verwenden, spielt die Domain weiterhin eine wichtige Rolle. Sie ist in jeder Browser-Adressleiste zu sehen und findet sich in jeder geteilten URL einer Webseite. Bevor letztere aber starten kann, muss sich erstmal eine gute Domain finden.

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Grundlegendes für die Domain

Es gibt einige Basics, wenn es um die Auswahl einer guten Domain für ein Webprojekt geht. Da sie immer auch ein Werbemittel ist, sollte eine Domain gut merkbar sein. Das gilt, da die Domain in der Regel auch die Marke beinhaltet, auch für letztere. Bewährte Unternehmen, wie Amazon oder Apple, haben es gut vorgemacht. Selbst wenn eine Person nichts über die Unternehmen wüsste, könnte sie schnell eine Assoziation zum weltbekannten Fluss oder dem englischen Wort für Apfel herstellen und würde, wenn sie danach sucht, die dazugehörigen Domains finden.

Bei einer guten Merkbarkeit ist dennoch darauf zu achten, dass die Domain einzigartig ist. Um eine bereits etablierte Nutzung auszuschließen, kann nach dem oder den Schlüsselbegriffen der Domain in Suchmaschinen geforscht werden.

Die Frage, ob eine Domain aussagekräftig sein muss, ist umstritten. Große Marken haben es geschafft, sich als Domain durchzusetzen. Bei seiner Einführung war Google als Domain sicherlich riskant. Heute findet man „googeln“ als Verb, das viele Menschen gebrauchen und verstehen. Doch kann man auch organische Bezeichnungen nutzen, wie z.B. gutefrage.net. Personen erkennen schon in der Domain, was hinter der Webseite steht. Gleiches gilt für Städte-Webseiten, wie Berlin.de oder Stuttgart.de. Zusammengefasst: Domains können aussagekräftig sein, dürfen aber auch wagen, sich als Marke durchzusetzen.

Bzgl. des Formats gilt, dass eine Domain nicht zu lang sein sollte. Auch sollte sie, insofern vorhanden, eine nachvollziehbare Verwendung von Bindestrichen beinhalten. Wegen eventuellen Irritationen, wie Umlaute zu schreiben sind (ä, ae oder doch vielleicht nur a?), können diese vernachlässigt werden. Auch sollte auf Sonderzeichen verzichtet werden.

Wer sich hierbei unsicher ist, kann sich einen Profi ins Boot holen. So bieten die meisten Webhoster Komplettpakete oder Add-Ons an, welche nicht nur die Erschließung der Domain, sondern auch andere Aufgaben wie Verwaltung und Verschlüsselung beinhalten. Auch Webdesigner oder -consultants können hier zu Rate gezogen werden.

Die Qual der Wahl bei den Domainendungen

Die eigentliche Domain ist geklärt, damit aber noch nicht die Domainendung. Seit einiger Zeit gibt es neben den Länder- und internationalen Domains auch viele weitere. Diese können gut genutzt werden, um einen Themenbezug zur Webseite herzustellen, sollten aber nicht zu exotisch sein. Es gibt Endungen wie .academy, .blackfriday, .computer, .credit, .gmbh oder .work sowie .training. Gut eingesetzt können sie die Domain interessanter machen. Schlecht eingesetzt frustrieren sie Besucher auf der Suche, da sich diese nicht mehr an die Endung erinnern können.

Wer auf Nummer sicher gehen will und plant mit der Webseite Deutschland im Fokus zu behalten, kann die Endung .de für Deutschland wählen. Für internationale Webseiten haben sich .net oder .com bewährt. Überall dort, wo gemeinnützige Projekte geführt werden, ist .org passend.

Die Domain und ihre Wirkung auf Suchmaschinen

Es wirkt verlockend in eine Domain möglichst die Keywords zu packen, mit denen Suchmaschinen die Webseite finden sollen. So wird aus Apple.de schnell Smartphone-Tablets-Computer.de, aus Google.de Suchmaschine.de.

Früher vielleicht stärker, so spielen die Domains heute bzgl. Suchmaschinenoptimierung eine geringere Rolle. Vielmehr dürfte der Content im Mittelpunkt stehen, wozu auch Meta-Title und Meta-Description zählen (die Texte, die in der Vorschau von Suchergebnissen angezeigt werden). Ein kleiner Bonus könnte jedoch mit den Endungen einhergehen. So wäre es naheliegend, dass Suchmaschinen eine Webseite mit der Endung .de bei einer Suche aus Deutschland gegenüber einer Webseite mit der Endung .be (für Belgien) einen Vorsprung geben.

Was bei der Suche nach der richtigen Domain nicht schaden kann, ist Personen aus der Zielgruppe in den Prozess mit reinzunehmen. Verstehen sie die Domain? Was erwarten sie hinter einer Webseite mit dieser URL? Haben sie vielleicht Gedanken zu einer alternativen Schreibweise oder sogar gänzlich neue Ansätze? Diese Tipps können helfen die passende Domain zu entdecken.

Gastautor

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