Entwicklung des Freiberufler-Marktes 2010: Umfrage-Auswertung Part I

Die Wirtschaftskrise hat viele Unternehmen geschädigt und teilweise auch in die Insolvenz getrieben. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) prognostiziert jedoch eine Verbesserung der Wirtschaftslage in Deutschland bis Ende 2011. Die Lage für den Arbeitsmarkt hingegen fällt nicht so positiv aus. Laut der Bundesagentur für Arbeit (BA) sind die Beschäftigungsfolgen der Krise erst im Jahre 2013 vollständig überwunden.

Daher haben wir in den letzten beiden Monaten bei unseren Usern in der Freelance.de Umfrage nachfragt:

  • Wie hat sich der Freiberufler-Markt im letzten Jahr entwickelt?
  • Wie schätzen Sie die Marktsituation für 2010 ein?

Dieses Thema wirkt sich auf alle Freelance.de User aus – und auch auf uns als Betreiber. Veränderte Marktsituationen bedeuten veränderte Herausforderungen, veränderte Wünsche und veränderte Ansprüche an unseren Service. Daher erfreuten wir uns auch über die große Resonanz von 604 Teilnehmern, darunter 558 Freelancer und 46 Unternehmen.

Altersstruktur und Dauer freiberufliche Tätigkeit der Teilnehmer

 

 

Teil 1 der Auswertung: Wie war 2009?

Auslastung im Jahr 2009
Die schlechte Konjunktur ist besonders in der Auslatung der Freiberufler zu erkennen. Lediglich 18% der befragten Teilnehmer gaben an, voll ausgelastet gewesen zu sein. Über die Hälfte (52%) schaffte es nicht, mehr als 50% Auslastung zu erreichen. Vergleicht man die Zahlen mit dem Vorjahr, so ist deutlich erkennbar, dass sich die Situation, laut Angabe von 61% der Teilnehmer, auf dem Projektmarkt verschlechtert hat.

Auslastung 2010 in %

 

Stundensatz
Überraschend war die Resonanz über die Auswirkung auf den Stundensatz. 35% der Befragten gaben an sogar 10% mehr verdient zu haben, während es bei 45% genau umgekehrt war. Ein Faktor, der zur Reduzierung der Stundensätze geführt hat, ist der wachsende Preiskampf unter den Freiberuflern. Eine Vielzahl der Dienstleister bietet die eigene Arbeit unter Wert an, um auf dem Markt weiterhin bestehen zu können.

Veränderung des Stundensatzes 2009 im Vergleich zu 2008

 

Zeit und Rolle bei der Projektakquise
Des Weiteren hat uns interessiert, wie sich die Projektakquise im Jahr 2009 für die Freelancer insgesamt gestaltet hat. Über 65% der Befragten mussten im Vergleich zum Vorjahr erheblich mehr Zeit investieren. Dies deckt sich auch mit den Antworten zu der Frage, welche Rolle Sie hierbei eingenommen haben. Gerade einmal 15% verhielten sich bei der Projektakquise passiv und warteten bis sie von einem Projektanbieter/Headhunter kontaktiert wurden.

Anforderungen an die Freiberufler
Von den Projektanbietern wollten wir wissen, ob es eine Veränderung bezüglich der Anforderungen an die Freiberufler gab. 46% der Befragten haben angegeben, dass die Ansprüche an die gesuchten Kandidaten leicht, bei 31% sogar stark angestiegen sind.

Auswirkungen auf die Reisebereitschaft
Ein Kernvorteil eines Freiberuflers ist seine Flexibilität. Daher interessierte uns, welche Auswirkungen die Krise auf die Reisebereitschaft innerhalb Deutschlands hatte. Wie sich zeigte, waren aber nur ein Drittel der Teilnehmer bereit, Projekte anzunehmen, die eine hohe Mobilität erforderten.

Teil 2 der Auswertung: Was bringt 2010 mit sich?

Lesen Sie nächste Woche hier im FREELANCE Blog!

Die vollständige Auswertung der Umfrage (ohne Berücksichtigung der Freitext-Fragen) steht Ihnen hier zum Download bereit: Umfrageergebnisse

Daniel Wagner

Daniel Wagner

Daniel Wagner ist freiberuflicher Community Manager. Mit seinem Label Danny Woot hat er sich auf den Aufbau und die Betreuung von Online-Communities speziell in der Entertainment-Branche (Film, TV, Games) spezialisiert.

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