Ergebnisse der Sommerumfrage 2012 – Worauf achten Firmen beim Freelancer-Profil?

Jedes Jahr befragen wir die Freelance.de Benutzer zur aktuellen Situation und Entwicklung auf dem Projektmarkt. Bei der diesjährigen Sommerumfrage im Juli haben 786 Freelancer und 90 Firmen ihre Einschätzungen und Meinung preisgegeben. An dieser Stelle vielen Dank an alle Teilnehmer.

Einige ausgewählte Ergebnisse der Umfrage werden wir in den nächsten Wochen hier im Blog präsentieren. Bevor wir in das erste Thema einsteigen, zunächst ein kleiner Überblick über den Teilnehmerkreis.

Die Teilnehmer

Drei Viertel der 786 befragten Freelancer sind männlich. Eine deutliche Mehrheit von 33,9 % arbeitet im Bereich IT, weitere 14,3 % sind im Bereich Technik & Ingenieurswesen tätig, dicht gefolgt von Freelancern aus den Bereichen Management und Marketing mit je ca. 10,0 % Anteil. Durchschnittlich sind die Befragten seit 7,7 Jahren als Freelancer aktiv.

Der Teilnehmerkreis der 90 Firmen setzt sich zu knapp 50,0 % aus Beratungsunternehmen und Systemhäusern zusammen, die Freelancer sowohl intern einsetzen, als auch in externe Projekte vermitteln. Die weiteren 50,0 % teilen sich gleichmäßig auf reine Personalvermittler auf sowie auf Unternehmen, die Freelancer ausschließlich für den Eigenbedarf suchen. 44,4 % haben angegeben, Unterstützung aus dem IT-Bereich zu suchen, Technik & Ingenieurswesen sowie Management wurden von jeweils 12,2 % genannt.

Welche Faktoren des Profils sind für Firmen am wichtigsten?

Wenn sich Firmen auf die Suche nach dem passenden Freelancer begeben, achten sie am stärksten auf das Know-how. Es ist erwartungsgemäß mit 95,6 % für fast alle Firmen (sehr) wichtig. An zweiten Stelle befindet sich die Aktualität des Profils, die für 90,0 % als (sehr) wichtig eingestuft wird. Die Angabe der letzten Projekte ist mit 86,7 % für die Firmen bedeutender als die vollständige Projektliste mit 71,7 %.

Ein Großteil von 84,8 % sieht auch Branchenkenntnisse als (sehr) wichtig. Immerhin noch knapp zwei Drittel der befragten Firmen befinden die Angabe der Ausbildung und Zertifikate als (sehr) wichtig.

(Mehrfachnennungen waren möglich.)

Woran erkennen die Firmen das Know-how eines Freelancers?

Im Profil des Freelancers achten Firmen am meisten auf die Projektliste. Sie wird von 38,9 % genannt und ist damit der bedeutendste Indikator für das Know-how. Die Auflistung der Qualifikationen erhält mit 34,4 % die zweitmeisten Antworten. Bei der Kurzvorstellung kommt es auf die Aussagekraft an. Die wichtigsten Skills sollten hier kurz und knapp dargestellt werden, denn 26,7 % der Firmen lesen hieran das Know-how des Freelancers ab.

Positive Kunden-Referenzen nennen 17,8 % der befragten Firmen.

Auf den hinteren Plätzen landen die Ausbildung mit 14,4 % der Antworten sowie die Zertifikate  mit 8,9 %. Der Profil-Titel landet mit 11,1 % auf dem vorletzten Rang.

(Mehrfachnennungen waren möglich.)

Fazit

Freelancer sollten bei der Gestaltung Ihres Profils darauf achten, ihr Know-how und ihre Branchenkenntnisse möglichst detailliert und an den richtigen Stellen zu präsentieren. Firmen achten besonders auf die letzten Projekte, in denen der Freelancer tätig war. Eine ausführliche Auflistung der Qualifikationen und eine prägnante Kurzvorstellung können dabei helfen, schnell als der passende Kandidat für die aktuelle Projektvakanz identifiziert zu werden.

Auf dem schnelllebigen Projektmarkt ist die Aktualität des Profils neben dem Know-how das zweitwichtigste Kriterium für die Firmen. Hier sollte vor allem auf die regelmäßige Aktualisierung der Verfügbarkeit geachtet werden. Wenn ein Freelancer aktuell im Projekt ist, sollte er angeben, ab wann er wieder für neue Projekte zu haben ist.

Lesen Sie auch folgende Artikel zu den weiteren Umfrage-Ergebnissen:
Teil 2: Zusammenarbeit mit Personaldienstleistern
Teil 3: Einschätzung der aktuellen Marktsituation.
Teil 4: Marktausblick

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.