Facebook-Seite: Alternative zur Website für Freiberufler?

Die freiberufliche Fotografin Doreen Schaldach ist ein kleiner Star bei Facebook: Auf ihrer Firmenseite verfolgen knapp 7000 Fans ihre Statusmeldungen und Fotos, die sie täglich einstellt. Schaldach hat sich einer speziellen Form der Fotografie verschrieben: Ihre Bilder von Babies, Schwangeren und Hochzeitspaaren bearbeitet sie so nach, dass sie nostalgisch wie aus einer längst vergangenen Zeit wirken.

Gerade für Freiberufler, die Nischen bedienen, die vielleicht sogar von überregionalem Interesse sind, drängt sich eine eigene Firmenseite bei Facebook regelrecht auf. Sie ist schnell eingerichtet, bietet umfangreiche Statistiken zur Erfolgskontrolle – und vor allem die Möglichkeit, mit Fans, Interessenten und Kunden öffentlich zu kommunizieren. Die Leser können angeben, ob ihnen die Seite gefällt („Gefällt-mir-Knopf“ klicken) und Kommentare hinterlassen. Und bei Doreen Schaldach finden sich täglich Kommentare wie „ich bin gerührt von Deinen Bildern“ oder „ich liebe Deine Fotos“.

Einrichtung der Seite

Über den Hilfebereich wird ausführlich erklärt, wie man die Seite schnell einrichtet. Man legt die Art der Seite fest, die Branche, vergibt Stichworte und gibt eine kurze Beschreibung an. Wichtig: Wie bei einer normalen Website auch ist ein Impressum gesetzlich vorgeschrieben! Zum Titelbild einer Facebook-Page – dem „Eyecatcher“: Die Maße betragen 851 Pixel Breite und 315 Pixel Höhe. Das quadratische Profilfoto sollte 180×180 Pixel groß sein, es wird skaliert auf 160×160. Tipp: Das Titelfoto der Seite regelmäßig auswechseln, um die Seite dynamischer zu gestalten. Hinweis: Die verwendeten Fotos/Grafiken dürfen keine werbliche Aussage wie Rabattankündigungen und auch keine WWW-Adresse oder Telefon-Nummer enthalten.

Freelance.de Facebook-Seite

Weitere Informationen zur Planung einer Facebook-Firmenseite finden Sie im Blog „Meine Firma und Ich“.

Um eine gut zu merkende Adresse („Vanity URL“)zu erhalten – wie www.facebook.com/markenname – braucht man 25 Fans. Und um Statistiken zu sehen, beispielsweise wie oft bestimmte Beiträge gelesen werden, braucht man mindestens 30 Fans. Wer am Anfang nicht auf so viele Fans kommt, kann bei Facebook recht preisgünstig Werbung schalten, um die Fan Zahl zu erhöhen. Um zirka 7 bis 27 „Gefällt mir“-Angaben zu erhalten, zahlt der Seitenanbieter vier Euro täglich. Die Werbeschaltung kann täglich wieder gekündigt beziehungsweise angehalten werden. Um die Reichweite bestimmter Beiträge zu erhöhen, kaufen Sie gesponserte Meldungen, zum Beispiel 920 bis 1200 Personen für vier Euro.

Fazit
Eine Facebook-Firmenseite für Freiberufler ist kein Ersatz, aber eine wertvolle Ergänzung zur eigenen Website beziehungsweise zum eigenen Blog. Sie dient Freiberuflern vor allem zum Dialog mit potenziellen Kunden, muss allerdings auch regelmäßig gepflegt werden. Mit kurzen Texten und vor allem Bildern sowie Links. Und: Besser attraktive Inhalte schaffen, statt – dauerhaft – Fans nur über Facebook-Anzeigen kaufen!

Über den Autor
Jürgen Christ ist Chefredakteur des Lexware-Blogs „Meine Firma und Ich“. Er ist seit 30 Jahren in Online-Medien unterwegs – und feiert in diesem Jahr sein 30-Jähriges Jubiläum als Freiberufler.

Gastautor

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Regelmäßig veröffentlichen Gastautoren auf freelance.de Beiträge zu interessanten Themen.

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