Freelancer – ein spannender Berufstrend

Immer wieder erhalten wir auf freelance.de Anfragen, wie genau das eigentlich klappt, das mit dem Freelancer-Werden. Aus diesem Grund haben wir hier mal ein paar Basics zu dem nicht mehr ganz neuen, aber immer noch sehr spannenden Berufstrend zusammengefasst:

Berufstrend mit Flexibilität

Der Begriff Freelancer lässt sich im Deutschen mit dem Wort Freiberufler übersetzen. Es handelt sich hierbei um selbstständig ausgeübte Tätigkeiten, die in verschiedenen Bereichen angesiedelt sein können. Beispielsweise im wissenschaftlichen Bereich als Arzt, Ingenieur oder Handelschemiker oder im künstlerischen, im erzieherischen oder im unterrichtenden Bereich. Journalisten, Heilpraktiker, Dolmetscher, aber auch Notare und Rechtsanwälte zählen in ebendiese Gruppierung der Freiberufler. Da es sich um einen freien Beruf handelt, sind Sie als Freelancer selbst für Ihre soziale Absicherung sowie die Versteuerung der Einkünfte zuständig. Sie haben zudem keinerlei Anspruch auf bezahlten Urlaub oder eine Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Aber damit haben die „negativen“ Seiten auch schon ein Ende. Als Freiberufler genießen Sie viele Freiheiten, können sich Ihre Arbeitszeit und Ihren Urlaub selbst einteilen, wirtschaften in die eigene Tasche und haben keine Vorgesetzten, die Ihnen Vorschriften machen.

Mittlerweile engagieren zahlreiche Start-Ups genau diese Berufsgruppe, um Tätigkeiten erledigen zu lassen. Dennoch handelt es sich bei einem Freelancer nicht um einen Arbeitnehmer, weswegen einige Besonderheiten gelten.

Worauf ist bei der Anstellung von Freelancern zu achten?

Da Freiberufler keine Mitarbeiter im herkömmlichen Sinne sind, gelten für sie andere gesetzliche Regelungen. So gilt es beispielsweise, dass die Anforderungen an die Tätigkeiten besonderen Richtlinien folgen müssen. Ein Freelancer wird nur für die Dauer eines Projektes an das Unternehmen gebunden. Sobald dieses abgeschlossen ist, muss sich das Unternehmen erneut für den Freelancer entscheiden und diesen engagieren. Eine dauerhafte Zusammenarbeit kann nicht festgelegt werden. Zudem steht dem Freelancer keine Räumlichkeit zu, während er für das Unternehmen arbeitet. Stellt das Unternehmen den Raum, handelt es sich um reine Kulanz. Ebenso ist der Freelancer nicht in die Organisationsstrukturen des Unternehmens eingebunden. Besonders für flexible Menschen ist der Job als Freelancer geeignet, sorgen wechselnde Anstellungen doch für Abwechslung und dafür, immer wieder neue Menschen kennenzulernen.

Gehalt, Lohn oder Honorar?

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Angestellten erhalten Freelancer kein Gehalt. Vielmehr wird zuvor im Vertrag zwischen Freelancer und dem Unternehmen, eine Vergütung festgelegt. Diese wird auch als Honorar bezeichnet. Bezahlt werden können Freelancer nach der Pauschalvergütung, nach einem Festpreis oder nach Aufwand. Umso geschickter Sie also verhandeln, umso höher ist Ihr Verdienst!

berufstrend freelancer pauschale oder gehaltUnter einer Pauschale wird eine Vergütung verstanden, die für eine bestimmte Leistung vereinbart wird. Auch wenn kein Nachweis der genauen Gliederung der Teilleistungen besteht, muss sie dennoch gezahlt werden. Diese Art der Vergütung wird oftmals genutzt, wenn hoher Kalkulationsaufwand für Materialien, Leistungen und mehr erspart werden soll.

Hingegen ist der Festpreis ein vordefinierter Geldbetrag. Dieser ist in genauer Höhe zu zahlen, darf daher also nicht unter- oder überschritten werden. Bekannt ist dieses Modell aus dem Einzelhandel. Jedem Produkt wird ein fester Preis zugeordnet. Ihrer Leistung als Freelancer wird ein Preis zugeordnet, dem der Kunde entweder zustimmen oder widersprechen kann.

Was Sie als Freelancer beachten müssen

Zunächst einmal ist es vonnöten, dass Sie beim Finanzamt eine Steuernummer beantragen. Diese berechtigt Sie offiziell zur Ausübung einer freiberuflichen Tätigkeit. Es muss klargestellt werden, ob Sie ein Gewerbe betreiben möchten oder der Tätigkeit gewerbeungebunden nachgehen möchten. Diese Entscheidung liegt meist nicht beim Freelancer selbst, sondern wird vom Finanzamt beurteilt.
Sobald entschieden ist, dass Sie ein Gewerbe betreiben, müssen Sie dieses anmelden. Nur so können Ihre Arbeiten legal ausgeführt werden. Achten Sie hierbei auf alle vorgeschrieben Fristen. Ein Missachten oder Versäumen der Fristen kann hohe Bußgelder mit sich bringen.

Wenn Sie alle diese Ratschläge beachten, steht Ihrer abwechslungsreichen beruflichen Zukunft nichts mehr im Wege.

Gastautor

Ich bin ein Gastautor und haben diesen Beitrag für den Freelance.de Blog geschrieben. Auch Sie können ein Gastautor werden. Bei Interesse, schreiben Sie einfach eine Mail an team@freelance.de und stellen Sie sich kurz vor.

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