Der Liquiditätsplan als solides Fundament für die Selbstständigkeit

Mit dem Schritt in die Selbstständigkeit verbinden viele Menschen nicht nur eine berufliche Veränderung, sondern auch die Erfüllung eines Lebenstraums. Es gilt allerdings eine ganze Reihe verschiedener Teilaspekte zu bedenken, um zielgerichtet und erfolgreich als Freelancer durchstarten zu können. Dabei geht es unter anderem um die Finanzierung des Vorhabens und die zugehörige Ausarbeitung einer vollständigen Liquiditätsplanung.

Die wichtigsten Informationen und Tipps zum Thema Liquiditätsplan

Beim Liquiditätsplan handelt es sich um einen von vier Bestandteilen des gesamten Finanzplans. Die entsprechende Aufstellung beinhaltet alle aus- und eingehenden Zahlungen in einem bestimmten Zeitraum.

Also den Mittelzufluss wie z.B.:

  • Kassenbestände
  • Umsatzerlöse
  • Sonstige Einnahmen

Und den Mittelabfluss wie z.B.:

  • Personalkosten
  • Mieten
  • Investitionen
  • Wareneinkäufe

Grundsätzlich dient ein solcher Plan dazu, die Zahlungsfähigkeit einer Firma oder eines Einzelunternehmers sicherzustellen. In diesem Zusammenhang sollte darauf hingewiesen werden, dass der Liquiditätsplan in der Regel für die kurzfristige Kalkulation gedacht ist und somit für Prognosezeiträume von weniger als zwölf Monaten.

Immer wieder erklären Finanzexperten, dass die Aufstellung eines Liquiditätsplans für jeden angehenden Unternehmer unverzichtbar ist. Dies begründet sich mit der Tatsache, dass viele erfolgversprechende Geschäftsideen an einer mangelhaften Kalkulation der zugehörigen Kosten scheitern. Unregelmäßige Zahlungseingänge sind speziell in den ersten Monaten keine Ausnahme, sondern die Regel, da sich ein neues Unternehmen erst auf dem Markt etablieren muss. Eine umsichtige Berechnung aller anstehenden Ausgaben sowie zurückhaltende Gewinnprognosen sind demzufolge von zentraler Bedeutung, um mit einem guten Gefühl in die Selbstständigkeit zu starten.

Bei der Erstellung des Liquiditätsplans sollte eine ganze Reihe von wichtigen Hinweisen und Tipps beachtet werden. So sollte zum Beispiel unbedingt sichergestellt sein, dass die Umsatzsteuer und die Vorsteuer exakt berechnet sind. In Bezug auf den Materialeinsatz, Betriebskosten und einige weitere Aspekte muss zudem die Mehrwertsteuer hinzugerechnet werden. Darüber hinaus sollte ein Umfang von etwa zwei Seiten nicht überschritten werden, um eine gute Übersichtlichkeit zu gewährleisten. Der Liquiditätsplan ist ein wichtiger Bestandteil des Businessplans und dementsprechend auch von großer Wichtigkeit bezüglich der Kreditbewilligung, was die Bedeutung einer korrekte Ausarbeitung dieses Dokuments zusätzlich verdeutlicht.

Abschließende Bemerkungen

Freelancer, die nicht über das notwendige Know-how verfügen, um die entsprechenden Kalkulationen in Eigenregie durchzuführen, können professionelle Unterstützung nutzen. So stellt zum Beispiel das Buch “Finanz- und Liquiditätsplanung” von Hans-Werner Stahl eine nützliche Hilfestellung dar und erläutert praxisnah alle wichtigen Berechnungsvorgänge. Insgesamt gesehen lässt sich festhalten, dass der Liquiditätsplan als elementare Basis für das Unternehmerdasein zu verstehen ist.

 

Dagmar Heinze

Dagmar Heinze

Ist seit dem 1. Juni 2012 bei freelance.de für das Online Marketing zuständig. "Ich freue mich bei diesem schnellwachsenden Unternehmen mitwirken zu können!"

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