Mein Hobby und ich – Freelancetweets 008

In der Reihe Freelancetweets kommentieren wir grandiose, aberwitzige, aber auch ganz nüchterne Tweets über das Leben als Freiberufler. Heute sprechen wir über:

Kleine Freiheiten

Pssst – ich hab da ein Geheimnis… Ich hatte vor kurzem ein Date. Tagelang ein leichtes Vorfreudekribbeln im Bauch, Tagträume von einem Leben voller neuer Möglichkeiten, ein leises Dauerlächeln auf den Lippen.

Wie in aller Welt ich trotz Partner und Kindern an ein Date kam? Ganz einfach: Meine Kinder übernachteten bei meinen Eltern, mein Freund war mit Kollegen auf Städtereise. Und ich, ganz alleine zuhause, nur mit mir. Es fühlte sich an wie eine ganz besondere Verabredung.

Das Besondere an meinem Tag: Ich hatte nichts vor. Kein Haushalt, niemand würde mich aus dem Bett zerren, ich müsste keine zwei Stunden vom Familiensonntag abzweigen, um Artikel fertigzustellen. Also erst Mal: Frühstück im Bett, mit einem Buch in den Park, dann spontan mit Freunden verabreden. Aber nur kurz und mit Absprungmöglichkeit, bevor jemand auf die Idee kommt, etwas von mir zu fordern.

Mittlere Dummheiten

Christine Finke alias @Mama_arbeitet muss lachen, wenn sie nach Hobbies gefragt wird. Klar, in einer Welt der kinderlosen und angestellten jungen Paare sieht die Antwort auf diese Frage ganz anders aus: „Wir gehen am Wochenende Mountainbiken, machen täglich Sport und sind im Verein engagiert. Außerdem zeichne ich leidenschaftlich gerne abends bei einem Glas Wein!“

Mutter und selbstständig + derartige Hobbies = Fehlanzeige!

Für uns bedeutet oft schon die morgendliche Dusche den größten Freiraum des Tages. Und auch wenn wir uns oft genug klammheimlich ein paar Minuten für „E-Mails checken“ vom Familienabend abzweigen, müssen wir uns nicht selten genug die Nächte um die Ohren schlagen, um Projekte abzuschließen.

Größere Möglichkeiten

Aber: Machen wir es uns nicht eigentlich oft selbst zu schwer? Nehmen wir nicht oft jede Herausforderung an, die auf den ersten Blick spannend aussieht, obwohl es gar keine anderen Zeitfenster dafür gibt als 22:00 bis 00:00 Uhr? Und wie viele dieser Herausforderungen sind dann auch auf den zweiten Blick noch interessant? Müssen wir immer den besten Salat zu einer Grilleinladung mitbringen, den Kindern jeden Nachmittag Unterhaltung bieten oder jedes lustige Erlebnis in einen Blogpost verwandeln und dann stündlich auf die Likes schielen?

Keine Frage: So viel Zeit für uns selbst wie vor unseren Kindern und vor der Selbstständigkeit haben wir nicht mehr. Aber ich behaupte, dass auch Fußballspielen mit den Söhnen, Radfahren mit der Tochter, Vorlesen, Fotografieren und Schreiben Hobbies sein können – zumindest vorübergehend. Und wer dann mal von der Familie frei bekommt, sollte den Haushalt ruhen lassen, außer er oder sie definiert „die Wohnung streichen“ ab sofort als Hobby, das gut tut. Und wunderbar, wenn man trotz Stress noch herzhaft lachen kann!

Twittern Sie mit Hashtag #freelancetweet und mit etwas Glück kommentieren wir bald auch Ihren Tweet hier bei uns im Blog!

Kathrin Reikowski

Kathrin Reikowski

Kathrin Reikowski ist selbstständige Content Marketerin und systemische Beraterin. Sie bloggt für freelance.de und freut sich über Ihre tweets mit #freelancetweets.

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