Meine Arbeit, mein Kontostand – Freelancetweets 003

Freelance-Tweets

In der Reihe Freelancetweets kommentieren wir grandiose, aberwitzige, aber auch ganz nüchterne Tweets über das Leben als Freiberufler. Heute sprechen wir über:

Freelancer haben ihr Leben im Griff!

Lasst uns mal diese These aufstellen: Freelancer haben ihr Leben im Griff! Sie müssen den Überblick bewahren, auf Situationen reagieren, Entscheidungen treffen, Maßnahmen ergreifen. Und dazu gehört auch der Kontostand: Wieviel ist drauf, was kommt rein, wieviel kann ich ausgeben? Und wo kommt das Geld morgen her? Sie kennen Ihren Kontostand nicht? Sehr gut. Denn Ausnahmen bestätigen die Regel.

Hand aufs Herz: Es macht Spaß, den Erfolg der Arbeit auch in Zahlen ausgedrückt zu sehen. Heilpraktiker nennen das gerne auch mal „Energieausgleich“ – ich sehe auf dem Konto, dass sich meine Mühen gelohnt haben. Der Empfänger meiner Dienstleistung gleicht meinen Aufwand aus, er kann mit meiner Arbeit etwas anfangen und zeigt sich dankbar. Ich merke, ich habe gut verhandelt und gute Arbeit geleistet, vielleicht sogar sehr gute. Und sollte sich mein Kontostand in eine Richtung bewegen, die mir nicht so gefällt, muss ich gegensteuern. Ich darf erst mal keine Aufträge mehr annehmen, die zwar Spaß machen, aber nichts einbringen oder ich muss nächstes Mal besser verhandeln. Eine andere Alternative: Ich akzeptiere den Kontostand bewusst und weiß, dass ich diesen Monat eben nicht so viel ausgeben kann. Das gehört auch dazu, sein Leben aktiv zu gestalten.

Der Kontostand der Freelancer

Warum sich Angestellte nicht so für den Kontostand interessieren? Ganz einfach: Weil er nicht so viel aussagt. Nur wenige sehen einen Bonus für Extraarbeit, Überstunden werden selten zeitnah ausgezahlt. Und wer Monat für Monat das Gleiche auf das Konto bekommt, kann auch ungefähr einschätzen, wieviel er ausgeben kann. Bei manchen wird es nie brenzlig. Andere, die auch durch einen festen Job viel zu wenig verdienen und sich jeden Monat vor den vielen Tagen fürchten, die nach dem Ende des Geldes noch übrig sind, tendieren dazu, den Kontostand zu ignorieren. Weil man außer sparen, sparen, sparen sowieso nicht viel tun kann.

Ärgerlich nur, wenn man als Freelancer mal in eine Schieflage zwischen Arbeit und Energieausgleich gerät. Dann nämlich, wenn der Kontostand nur sagt, dass der Auftrag bereits im Voraus bezahlt wurde und alles ausgegeben ist, die eigentliche Arbeit aber noch hier auf dem Tisch liegt. Wie zum Beispiel eine Filmemacherin: die Reise, die Dreharbeiten, die Erlebnisse, alles war großartig. Aber jetzt muss der Film auch noch geschnitten und bearbeitet werden. Und der Kontostand, der Kontostand…

Twittern Sie mit Hashtag #freelancetweet und mit etwas Glück kommentieren wir bald auch Ihren Tweet hier bei uns im Blog.

Ein Kommentar:

  1. Ich nutze ja gerne #selbstundständig als Hashtag für den Blick auf den Alltag.

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