SEO-Freelancer beauftragen: Tipps für Auftraggeber

Bei personellen Engpässen greifen Unternehmen oft unter Zeitdruck auf die Leistungen von Freelancern zurück. Ein wichtiges Entscheidungskriterium sind bei der Auswahl von freien Mitarbeitern die Kosten. Das sollte allerdings nicht der einzige Maßstab für die Entscheidung sein, denn die Preise von Freelancern lassen sich nicht mit den Kosten für fest angestellte Mitarbeiter vergleichen. Schließlich müssen Freelancer von ihren Einnahmen nicht nur leben, sondern den gesamten Geschäftsbetrieb mit all seinen Risiken finanzieren. Bei spezialisierten SEO-Freelancern gibt es für Auftraggeber bei der Auswahl einiges zu berücksichtigen, damit sie genau den Freelancer finden, der zum Projekt und zum Budget passt.

Vorteile von SEO-Freelancern

Der Bereich SEO – Search Engine Optimization (Suchmaschinenoptimierung) – ist einem stetigen Wandel unterworfen. Es gibt häufig Neuerungen der Suchmaschinenalgorithmen was bedeutet, dass erfolgreiches SEO-Marketing aus ständigen Anpassungen und Modifikationen besteht. Dieses Fachwissen in den Reihen der eigenen Firma aufzubauen ist recht aufwendig und teuer. Wandern die SEO-Spezialisten ab, geht das gewonnene Wissen verloren. Um nicht den Anschluss zu verlieren, müssen Firmen stets am Ball bleiben. Ein SEO-Freelancer bietet hier eine gute Lösung. Die folgende Liste zeigt die wesentlichen Vorteile, die sich aus der Zusammenarbeit mit Freelancern im Allgemeinen und mit SEO-Freelancern im Speziellen ergeben.

  • Firmen müssen sich nicht selbst darum kümmern, das Fachwissen im eigenen Haus up-to-date zu halten, sondern sie können auf die Expertise des Freelancers zugreifen. Über stark spezialisierte Freelancer lässt sich punktuelles Fachwissen nach Maß ins Haus holen.
  • Für die stetige Fort- und Weiterbildung sind Freelancer selbst verantwortlich. Das spart Zeit und Geld beim Auftraggeber.
  • Die technische Ausstattung bringen SEO-Freelancer selbst mit, sie arbeiten in der Regel im eigenen Büro. Auftraggeber müssen somit keinen neuen Arbeitsplatz ausstatten.
  • Ist ein Projekt abgearbeitet, kann die Zusammenarbeit kurzfristig beendet werden.
  • Es entstehen keine Kosten für Urlaubszeiten oder krankheitsbedingte Ausfallzeiten. Keine Leistung bedeutet keine Kosten.
  • Die Zusammenarbeit mit Freelancern ist flexibel. Auftraggeber können jederzeit bei Bedarf zugreifen und den eigenen Personalstamm verstärken.
  • Bei langjähriger Zusammenarbeit finden sich Freelancer auch bei neuen Projekten schnell in die Arbeitsabläufe einer Firma ein. Sie unterstützen wo es nötig ist und leisten die Arbeit in einer Qualität, die Auftraggebern bekannt ist.
  • Erfahrene Freelancer haben eine besondere Expertise auf ihrem Gebiet. Das gilt vor allem im Bereich SEO. Selbst ein hohes Honorar kann sich rechnen, weil Auftraggeber damit eine hoch professionelle Dienstleistung einkaufen, die sie von der Konkurrenz positiv abgrenzt.
  • Durch den relativ großen Konkurrenzdruck auf dem Markt der Freelancer können Auftraggeber mit einem hohen Leistungsniveau rechnen.

Weitere Vorteile für Arbeitgeber in der Zusammenarbeit mit Freelancern liefert der Beitrag „Freelancer statt feste Mitarbeiter: Vor- und Nachteile für Unternehmer

Nachteile der Zusammenarbeit mit Freelancern

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Folgende Aspekte sollten Auftraggeber abwägen, bevor sie einen Auftrag an einen Freelancer vergeben.

  • Die Auftragslage von Freelancern lässt eine kurzfristige Beauftragung nicht immer zu. Freelancer arbeiten für verschiedene Firmen und sind entsprechend zeitlich gebunden.
  • Die Einarbeitung neuer Freelancer erfordert Zeit. Da Freelancer relativ häufig wechseln können, müssen Prozesse entwickelt werden, die die Einarbeitung vereinfachen und den Aufwand auf Seiten des Arbeitgebers minimieren.
  • Es besteht die Gefahr, dass Freelancer sehr kurzfristig abspringen und Auftraggeber vor Terminprobleme stellen.
  • Es gibt immer ein Risiko, dass die Leistungsfähigkeit und Qualität der gelieferten Ergebnisse des Freelancers nicht den Anforderungen entsprechen.
  • Aufgrund der hohen Expertise, die zum Beispiel ein SEO-Freelancer mitbringt, lässt sich für den durchschnittlichen Auftraggeber nicht zeitnah feststellen, ob die geleistete Arbeit die gewünschten Ergebnisse bringt.

Tipps zur Auswahl eines guten SEO-Freelancers

Unternehmen investieren im Schnitt 4,1 Prozent ihres Umsatzes in Marketingmaßnahmen wie eine Untersuchung von bitkom zeigt. Damit sich die Investition lohnt und zu weiter steigenden Umsätzen führt, ist die Zusammenarbeit mit Experten unabdingbar.

Gute SEO-Maßnahmen zeigen zwar nicht sofort, aber langfristig und dauerhaft Wirkung.

Um sich in dem breiten Angebotsdschungel von SEO-Freelancern zurechtzufinden und den einen zu finden, der zu den eigenen Anforderungen passt, sollten potenzielle Auftraggeber strategisch vorgehen.

Projektbörse bei Freelance durchstöbern

SEO-Freelancer bieten ihre Leistungen in der Regel auf einschlägigen Plattformen an. Auftraggeber sollten zunächst im Bereich Marketing, Vertrieb, Kommunikation prüfen, welche Profile eingetragen sind. Vielleicht ist schon der richtige Freelancer dabei.

Google-Suche bemühen

Wer sich selbst SEO-Texter nennt, sollte online gut gefunden werden. Ein praktisches Beispiel: Bei Eingabe der Suchwörter „SEO Freelancer München“ erscheinen diverse Einträge. Rechts neben der Suchleiste findet sich ein SEO Freelancer wie beispielsweise Timo Specht, der sich um seine optimale Positionierung gekümmert hat, wenn es um die lokale Suche geht. Auch unter den Suchergebnissen auf der ersten Seite werden Freelancer auffindbar sein, die sich aktiv um das eigene Google-Ranking bemühen. Für Auftraggeber ist eine gute Positionierung in den Suchergebnissen auch ein Hinweis auf die SEO-Kompetenzen eines Freelancers.

Anzeige klar formulieren

Auftraggeber sollten die Anforderungen des Auftrags ganz klar in ihrer Anzeige kommunizieren. Auch lässt sich bereits mit den ersten Bewerbungen die Spreu vom Weizen trennen. Steht in der Anzeige zum Beispiel drin: „Bewerben Sie sich mit drei Referenzen und ihren Honorarvorstellungen per E-Mail bei uns,“ dann sollte die Bewerbung die geforderten Anlagen und Angaben enthalten. Fehlen Referenzen oder Honorarvorstellungen ist das ein Hinweis darauf, dass der Freelancer sich mit einem Standardtext bewirbt und offensichtlich kein Auge fürs Detail hat. Das ist kein vertrauenserweckendes Merkmal.

Referenzen prüfen

Referenzen müssen nicht einfach nur Beispiel-Texte sein. Potenzielle Auftraggeber können auch nach Kontaktdaten von bestehenden Kunden fragen, bei denen sie Auskunft über den Freelancer einholen können. Weisen Freelancer auf den Kundenschutz hin, ist Skepsis angebracht. Bei gut funktionierender Zusammenarbeit mit bestehenden Kunden haben diese in der Regel kein Problem damit, über den Freelancer Auskunft zu geben.

Bezahlten Probeauftrag vereinbaren

Manchmal reichen Referenzen alleine nicht aus, es zeigt sich erst in der Praxis, ob der SEO-Freelancer den Anforderungen eines Projekts gerecht wird. Mit einem bezahlten Probeauftrag lässt sich herausfinden,  welche Qualität tatsächlich geliefert wird.

Probephase/kurze Kündigungsfristen absprechen

Es ist grundsätzlich eine gute Idee, bei neuen Freelancern eine Art Probezeit zu vereinbaren. Da dies eher unüblich ist, sind alternativ kurze Kündigungsfristen hilfreich.  Auf diese Weise kann die neue Zusammenarbeit getestet werden und beide Vertragspartner können schnell wieder aussteigen, falls es doch nicht passt.

Gastautor

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