Steuererklärung als Freiberufler is killing me – Freelancetweets 004

Freelance-Tweets

In der Reihe Freelancetweets kommentieren wir grandiose, aberwitzige, aber auch ganz nüchterne Tweets über das Leben als Freiberufler. Heute sprechen wir über:

Anfang Januar 2015, ein blitzblanker neuer Kalender, ein schwarzer Tintenroller und ich in Vorfreude auf das neue Jahr.

Voller Zuversicht setze ich die Steuererklärung an Punkt 2 meiner Jahres-To-Do-Liste. Dieses Jahr wird alles anders. Ich hole mir mein Geld gleich zurück. Sofort. Osterurlaub, wir kommen!

Februar 2015:

Das Ablagefach grinst mich schief vom Schreibtisch her an. Auf der Seite hängen ein paar Zettel hinaus. Mir ist eingefallen, dass ich die Steuerbestätigung vom Kindergarten zusammen mit ein paar Kinderzeichnungen entsorgt haben muss. Heute Abend noch vom Sofa aufzustehen und mit der Steuer anzufangen würde also gar keinen Sinn machen.

März 2015:

Die Mutter, die in unserer Elterninitiative für die Ausstellung der Kindergartenbeitragsbestätigungen für die Steuererklärung zuständig ist, hat heute wieder geklagt, wie viel sie zu tun habe und dass sie jetzt auch noch nächtelang am Finanzkram für den Kindergarten sitzen müsse. Ich habe meine Frage hinuntergeschluckt und bitte sie dann mal lieber erst nächste Woche um meine Zweitschrift. Aber: Ich habe einen Telefontermin mit der Steuerberaterin!

April 2015:

Ich weiß jetzt, dass ich gar nichts weiß. Aufwendungen für zertifizierte Erwerbsminderungs- und Berufsunfähigkeitsrenten, Formulare zu Schuldzinsen und das Anlageverzeichnis? War das im letzten Jahr auch schon Thema? Ich kämpfe mit dem Elster-Programm. Die Mutter aus dem Kindergarten ist im Osterurlaub. Wir sind es nicht.

Mai 2015:

Ich habe einen neuen Auftrag und arbeite unter der Woche bis spätnachts. Noch an diesen Rhythmus gewöhnt, sortiere ich die Ablage bis zum frühen Samstagmorgen aus, verschlafe den Tag und setze mich abends wieder an die Steuer. Irgendwie macht es Spaß, meinen Excel-Tabellen dabei zuzusehen, wie sie meine Gewinne den Ausgaben gegenüberstellen, wenn ich die Formeln über die Felder ziehe, wie die Zahlen aufblinken und unten etwas rauskommt, das – auch irgendwie – ganz schön aussieht. Spätnachts schicke ich der Finanz-Mutter aus dem Kindergarten eine E-Mail und bitte sie um meine Zweitschrift.

Fast Forward ins Jahr 2016:

Ich bin im Bezug auf meine Steuererklärung etwas weniger euphorisch als letztes Jahr, sortiere meine Ablage aber öfter aus und habe einen ordentlichen Ordner für meine Selbstständigkeit. Immerhin.

Die Selbstständigkeit soll in diesem Jahr ausgebaut werden, habe ich mir fest vorgenommen. Dieses Vorhaben ist allerdings nochmal etwas ins Wanken geraten: Und zwar, seit ich letzte Woche einer Freundin (Vollzeit-Freiberuflerin als Übersetzerin) dabei zugesehen habe, wie sie ihre Steuererklärung vorbereitet. Sie warf mir ein paar völlig neue Begriffe um die Ohren und wurde dann vor meinen Augen ziemlich nervös, als sie die mögliche Rückzahlung berechnete.

Also bitte: Wie viel Bürokram hat denn so ein freier Freiberufler (der sich doch in seiner Arbeit kreativ selbst verwirklichen kann!) an der Backe!?

@bykkze, ja: Steuererklärung als Freiberufler, it will be killing me!

Twittern Sie mit Hashtag #freelancetweet und mit etwas Glück kommentieren wir bald auch Ihren Tweet hier bei uns im Blog.

 

Alina Bergmann

Alina Bergmann

Alina ist Marketing Manager bei freelance.de - als Tochter von zwei Freelancern und mit einem Bachelor in Kommunikationsmanagement widmet sie sich den Themen der Selbstständigen in Blog Posts, Tweets und auf der Website.

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