Die digitale Visitenkarte: Eine Website als Freelancer erstellen

Wenn Sie Freelancer sind, wissen Sie sicher, wie Sie an Projekte kommen. Schließlich gibt es dafür inzwischen eine riesige Auswahl an Möglichkeiten.
Höchstwahrscheinlich kommt auch immer wieder der Vorschlag, selbst eine Website aufbzuauen, um auch die Online-Präsenz zu verstärken. Doch ist das wirklich die Mühe wert? Ist es nicht zu komplex extra eine eigene Website aufzustellen, nur um möglicherweise im Internet aufgerufen zu werden?

Freelancer Online-Präsenz

Nein! Eine Website ist nicht unnötig, denn Ihre Online-Präsenz ist Ihre Visitenkarte. Personaler recherchieren Freiberufler vor der Beauftragung im Internet oder in den Sozialen Medien, um sich ein Bild von ihnen machen zu können. Daher sollte die Internet Präsenz für jeden Freelancer eine wichtige Rolle spielen.
Sie wissen nicht, wie Sie diese scheinbar komplizierte Aufgabe am Besten angehen? Im Internet gibt es dafür eine gewaltige Auswahl an Tipps und Tricks, um schnell und einfach eine eigene Website aufzubauen. Die wichtigsten Schritte haben wir hier für Sie aufgelistet:

Auswahl der Art Ihrer Website

Zunächst müssen Sie sich überlegen, welchen Aufbau Sie sich für Ihre Website wünschen. Es gibt drei verschiedene Website-Varianten, die möglich sind:

Die einfache Homepage

Diese Art der Website besteht nur aus einer Seite, der Homepage. Dort sind alle relevanten Informationen zusammengefasst. Der Aufbau ist sehr vereinfacht, weshalb sie vor allem für Privatpersonen beliebt ist. Als digitale Visitenkarte ist sie perfekt.

Die einfache Website

Im Gegensatz zur einfachen Homepage hat die einfache Website auch zusätzlich noch Unterseiten. Sie haben damit mehr Möglichkeiten, Online-Präsenz zu zeigen. Beispielsweise kann hier auch eine Bildergalerie, die angebotenen Dienstleistungen, Kundenstimmen, ein Kontaktformular und anderes mit aufgenommen werden. Vor allem für Selbstständige, die ihre Dienstleistung mit auf der Website zeigen möchten, ist diese Möglichkeit interessant.

Die komplexe Website

Diese Website ist sehr viel tiefgehender, wie es der Name bereits andeutet. Sie bietet technische Funktionen, die die anderen nicht haben.Oftmals ist auch eine Datenbank erforderlich für z.B. ein Jobportal, einen Online Shop, einen Newsletter oder ähnliches. Wenn Sie mit Ihrer Website Geld verdienen und hauptsächlich Kunden über die Website generieren wollen, ist dies die perfekte Variante für Sie. Im normalen Fall reicht jedoch eine einfache Homepage oder Website völlig aus.

Erstellung Ihrer Website

Jetzt sind Sie bereit, Ihre bevorzugte Art von Website zu erstellen! Auch für diesen Schritt gibt es verschiedene Varianten, die Sie vergleichen können.

Der Baukasten

Eine Methode ist es, einen Homepage Baukasten zu nutzen. Dies geht zügig und unkompliziert. Unterschiedliche Anbieter geben Ihnen diese Möglichkeit schnell und kostenlos. Ein Anbieter ist zum Beispiel „Wix.com“.

Mit WordPress

Eine weitere Möglichkeit der Website Erstellung ist mit WordPress. WordPress wird sehr oft empfohlen, denn dort haben Sie viele Optionen, Ihre Homepage so zu gestalten, wie Sie es sich vorgestellt haben. 35% aller Websiten weltweit werden inzwischen mit WordPress betrieben.

Eigenständig programmieren

Die letzte hier aufgeführte Option zur Erstellung einer eigenen Website stellt die eigene Programmierung dar. Doch davor sollten Sie sich erst gründlich Gedanken machen, außer Sie arbeiten bereits in der IT. Für alle, die nicht bereits programmieren können, ist dies eine ungeeignete Variante. Denn hierfür sind mindestens Kenntnisse in HTML und CSS notwendig. Als Anfänger raten wir Ihnen auf eine der ersten beiden Möglichkeiten zurückzugreifen, denn diese beanspruchen weniger Zeit und Nerven.

Die passende Domain finden

Bei der Suche nach einer passenden Domain gibt es mehrere Aspekte zu beachten. Wenn Sie Ihre Website zum Beispiel bei einem kostenlosen Anbieter erstellen ist oftmals eine Subdomain dieses Anbieters in der Domain zu sehen. Für den privaten Gebrauch ist dies nicht unbedingt relevant, für die berufliche Nutzung ist eine eigene Domain vorzuziehen. Dazu ist in der Regel ein kostenpflichtiger Tarif nötig.

Wichtig sind folgende Tipps:
– Vermeiden Sie Umlaute und Sonderzeichen.
– Verwenden Sie kurze Namen (unter 16 Zeichen).
– Ihr Domainname sollte wiederspiegeln, um was es auf Ihrer Website geht.
– Es dürfen mit der Domain keine Markenrechte verletzt werden.

Je nachdem ob Sie sich mit Ihrer Online-Präsenz nur an Kunden innerhalb Deutschlands richten wollen oder auch an andere Länder, sollte die Entscheidung getroffen werden, welche Domain-Endung verwendet werden möchte. Die vertrauenswürdigsten Optionen sind .de und .com. Innerhalb Deutschlands ist .de am geeignetsten, für eine internationale Website ist .com zu empfehlen.

Den eigenen Namen als Domainname zu verwenden ist im Falle eines Freelancers eine perfekte Möglichkeit seine eigene Person in den Vordergrund zu stellen. Jeder, der auf Ihre Website kommt, weiß sehr schnell, dass Sie sich dort präsentieren möchten. Wenn Sie Ihre Domain aber in der Zukunft einmal verkaufen wollen, ist dies nicht unbedingt die beste Variante.

Bevor es zur Registrierung Ihrer Domain geht, muss noch überprüft werden, ob diese Adresse noch verfügbar ist und ob sie Markenrechte verletzt. Dafür gibt es online Websiten, die genau dies checken, wie z.B. Markenchk.de.

Die Registrierung Ihrer Website ist nun der letzte Schritt und wird in der Regel einfach über das Portal gemacht, bei dem Sie auch Ihre Website erstellen wollen. Dort erhalten Sie die Domain manchmal auch für ein Jahr kostenlos.

Planung und Erstellung Ihrer Website

Nun kommen wir zum letzten großen Schritt für Ihre Website. Hier geht es wirklich um die Gestaltung und Erstellung der Homepage und je nach Wahl der Website um die Unterseiten. Denken Sie daran, alle wichtigen Informationen, die wichtig für den Kunden sind, mit auf der Website aufzunehmen. Fragen Sie sich dabei, was genau der Kunde von Ihrer Seite erwartet.

Auch die Struktur der Website ist wichtig. Nur die Kunden, die Ihre Website verstehen, werden Sie auch darüber anfragen. Eine verständliche Struktur macht die Projektakquise erst möglich.

Fragen Sie sich, welche Seiten für Ihr Vorhaben relevant sind. Beispielsweise sind Social Media Accounts wie Instagram und Facebook oft unnötig, Xing und LinkedIn aber interessant für Geschäftsbeziehungen. Vergessen Sie nicht das Impressum und die Datenschutzerklärung, damit Sie nicht gegen die DSGVO verstoßen.

Bei der Gestaltung der Website sollten Sie auch die Lesbarkeit auf unterschiedlichen Endgeräten beachten. Versuchen Sie Ihre Website sauber zu gestalten, sodass der Kunde auch auf dem Smartphone auf dem ersten Blick sehen kann, was relevant ist. Bauen Sie eine Suchfunktion ein und verwenden Sie passende Bilder, sodass die Seite nicht langweilig erscheint.

Fazit

Bei der Erstellung einer Website gibt es viele Aspekte zu beachten. Doch der Aufwand lohnt sich, denn nun können Sie sich Ihren Kunden online präsentieren und Ihre Kompetenzen zeigen. Sie können auch auf Ihre Social Media Profile verlinken. Wenn Sie bei freelance.de angemeldet sind, können Sie auf Ihr aktuelles Profil verlinken. So erhalten Sie gewiss schnell Ihr nächstes Projekt.

Miriam Kubiczek

Miriam Kubiczek

Miriam ist seit April 2019 bei freelance.de und unterstützt uns im Marketing Team. Sie ist duale Studentin an der IUBH, bei der sie sich Wissen im Marketing Management aneignet.

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