Wochenend und Sonnenschein… und Arbeit!? – Freelancetweets 005

In der Reihe Freelancetweets kommentieren wir grandiose, aberwitzige, aber auch ganz nüchterne Tweets über das Leben als Freiberufler.

Freelance-Tweets
Heute sprechen wir über:

Die Motivation

Nein, es ist nicht leicht, sich Samstagabend zum Arbeiten zu motivieren. Zumindest nicht, wenn man nicht zur Gruppe der Freelancer gehört, die das Wort „Work-Life-Balance“ für schon lange veraltet halten und ihre Arbeit einfach ins Leben integrieren. Wochenende, was ist das?

Ich liebe meine Arbeit, ich liebe mein Leben. Also arbeite ich gerne, egal wann. Von der Gesellschaft lasse ich mir nicht vorschreiben, wann ich mich entspannen soll und wann es Zeit ist, zu arbeiten. Entspannen kann ich mich immer, am liebsten mit einer Yogaeinheit vor der Arbeit und einer Meditationseinheit in einer Arbeitspause. Atempausen.

Nein, manche Freelancer haben Partner, die sich Samstagabend auf´s Ausgehen vorbereiten, eine Familie, die um die Uhrzeit verschwitzt und geschwätzig von einem Ausflug zurückkommt, Freunde, die spontan ins Kino wollen oder ganz einfach einen Wochenrhythmus, der am Samstagabend eher auf Freizeit als auf Arbeit steht. Und für die ist es wirklich nicht leicht, sich an die Arbeit zu setzen, zur Ruhe zu kommen und sich für die nächsten paar Stunden auf eine Sache zu konzentrieren, die mit Sportschau, Kino, Party oder Ausflug nichts zu tun hat.

Die Überwindung

Ganz nüchtern stellt der Tweet fest, dass es nicht leicht ist, sich zu motivieren. Ohne Hashtag, der auf eine Emotion schließen lässt. Und so ist klar, dass es irgendwie gehen muss. Schließlich sind wir Freelancer, die zum Ausgleich während der Arbeitswoche auch mal flexibel umplanen können. Schließlich sind wir keine Topmanager, die 60 Stunden und mehr pro Woche arbeiten und gar nicht mehr merken, wann Wochenende ist. Schließlich müssen Krankenschwestern, Lagermitarbeiter und Gastronomen auch am Wochenende ran, und das zu weit unangenehmeren Zeiten als 17 Uhr.

Es geht also tatsächlich, und irgendwann sitzen wir dann an der Arbeit und spüren die Motivation, jetzt voller Konzentration das anzugehen, was wir uns vorgenommen haben, zügig fertig zu werden und dann, endlich, auch Feierabend zu machen. Der Sonntag wartet da ja auch noch.

Die Ernüchterung

Aber dann: Kurze Zeit später folgt Sebastian Beckers nächster Tweet. Wahrscheinlich aus der Euphorie heraus, sich doch überwunden zu haben, musste er feststellen, dass es etwas gibt, das Wochenende macht. Etwas, das eigentlich kein Wochenende haben sollte (wie unsere Freunde, Familie, Partner): die Tools.

Ein Bug beim Login, das Support-Team antwortet nicht, eine Seite ist down. Und spätestens an der Stelle beginnen wir, innerlich leise zu fluchen. Sie machen unser Leben leichter, all diese Tools. Sie können es aber auch verdammt schwer machen, wenn wir von ihnen abhängig sind.

Es folgen keine weiteren Tweets. Vielleicht konnte Sebastian Becker einfach am Montag weitermachen, vielleicht war der Bug bis dahin gefixt. Vielleicht musste er sich wegen einer Deadline einen Workaround suchen, vielleicht bis tief in die Nacht arbeiten, vielleicht auch am Sonntag, vielleicht wurde er nicht fertig, vielleicht war der Kunde am Montag völlig verärgert, vielleicht…

Das Glück der Flexibilität eines Freelancers kippt ganz leicht um in Risiko.

Was für Sebastian Becker nach 21 Uhr folgte, bleibt unserer Spekulation überlassen… und unserem #Mitgefühl.

Twittern Sie mit Hashtag #freelancetweet und mit etwas Glück kommentieren wir bald auch Ihren Tweet hier bei uns im Blog.

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