Branding für Freelancer – wie wichtig ist das?

Als Freelancer befinden Sie sich in einem andauernden Prozess der Entwicklung und schärfen mit der Zeit Ihr Profil. Irgendwann haben Sie Ihren idealen Kunden ermittelt und wissen, welche Aufgaben Ihnen am leichtesten von der Hand gehen. Nun gilt es, ausreichend viele Aufträge zu generieren und sich gegen die Mitbewerber durchsetzen, die es auch in der kleinsten Nische gibt – oder geben wird, wenn Sie die Nische erst einmal geöffnet haben. Wie aber gelingt es Ihnen, zwischen Preisdruck und Kompetenzen mögliche Interessenten von Ihnen zu überzeugen?

Sie können viel reden und jeden einzelnen Kunden versuchen, von Ihnen und Ihrer Leistung zu überzeugen. Oder Sie bauen eine Marke auf, Ihre Brand, die für sich selbst spricht und zu Ihrem Verkäufer wird. Diesen Weg zu beschreiten wird Sie etwas Zeit und Einsatz kosten, am Ende ernten Sie jedoch die Früchte dieser Arbeit und sparen bei der Akquise Zeit und Geld.

Branding

Arbeite für dein Branding mit Experten

Wenn Sie Branding betreiben wollen, sollten Sie mit Experten für Markenpositionierung und Markenentwicklung zusammenarbeiten! Das wird Sie davor bewahren, Zeit und Geld zu verschwenden, indem Sie auf das falsche Pferd setzen, nicht die optimale Zielgruppe finden oder Sie sich beim Marketing verzetteln.

Was ist eigentlich eine Marke?

Knapp auf den Punkt gebracht kann man sagen, dass eine Marke ein Versprechen ist. Weiße Wäsche, ein bestimmter Geschmack, die ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Expertentum, Sicherheit und vieles mehr sind Versprechen, die Marken machen. Mit der Zeit verschmelzen das Versprechen und die Marke so miteinander, dass man sie automatisch assoziiert.

MARKE-ting früher

Um die Existenz und das Versprechen einer Marke in die Köpfe der Menschen zu bringen, war ausgiebige und nahezu penetrante Werbung nötig. Wahrscheinlich erinnern Sie sich auch noch an Fernsehabende mit der Familie, die regelmäßig von Werbebotschaften unterbrochen wurden. Dieses wäscht weißer, jenes schmeckt am besten, und das liefert die beste Qualität: Man bekam es so lange in den Kopf gehämmert, bis man es glaubte. Diese Art des Push-Marketings verschlingt Unsummen an Werbebudget. Aus diesem Grund glauben viele Freelancer, dass man für das Branding immer ein großes Budget braucht und es darum für sie gar nicht infrage kommt. Das stimmt jedoch nicht, denn Werbung hat sich gewandelt.

Wie kann man als kleine Firma eine Brand aufbauen?

Während die kleinen Fische früher im Nachteil waren, haben sie gegenüber den großen Marken heute einige Vorteile, weshalb es sich lohnt, eine Nische ausfindig zu machen. In diesen Bereichen haben die Kleinen „die Nase vorn“:

  1. Kleine Brands können sehr schnell auf die Bedürfnisse ihrer Kunden reagieren, denn zwischen einer Entscheidung und der Umsetzung muss nicht viel Zeit vergehen. Große Marken sind hingegen schwerfällig, Entscheidungen gehen durch mehrere Abteilungen und verschlingen viele Zeit.
  2. Push-Marketing hat in vielen Bereichen ausgedient, Pull-Marketing ist das Gebot der Stunde. Das bedeutet, ein Bedürfnis des Kunden zu ermitteln und dann gezielt darauf zu reagieren. Man positioniert sich als Experte, indem man die entsprechenden Informationen und Lösungen zur Verfügung stellt. Durch Maßnahmen wie SEO und weiteres Online-Marketing findet der Kunde dann wie von selbst zum Anbieter – zur Brand, welche die Lösung für seine Probleme liefert.
  3. Es ist nicht mehr nötig, in Kunden ein Bedürfnis zu wecken, was deutlich aufwendiger ist, als bestehende Bedürfnisse zu stillen. Die Beobachtung des jeweiligen Marktsegmentes und die entstehenden Diskussionen in Foren, auf Twitter und in sonstigen sozialen Medien erlauben einen tiefen Einblick, der früher verwehrt blieb.
  4. Apropos soziale Medien: Kunden wünschen sich heute oft ein Multichannel-Erlebnis. Anbieter sollen erreichbar sein, am liebsten natürlich rund um die Uhr. Das können Einzelunternehmer zwar nicht bieten, mithilfe von Bots aber simulieren. Was sie jedoch unbedingt können sollten, ist authentisch zu kommunizieren. An dieser Stelle hakt es bei den Großen oftmals, dabei ist es heute unerlässlich, auf Kommentare, Fragen und Kritik in den sozialen Medien schnell und adäquat zu reagieren.
  5. Große Firmen müssen breitere Segmente des Marktes abdecken, um wirtschaftlich agieren zu können. Kleine Brands können die verbleibenden Nischen nutzen, um sich als Experte zu positionieren. Das verleiht ihnen Flexibilität.

Branding ist weit mehr als ein Look

Die Vision

Beim Thema Branding denken viele Freelancer zuerst an ein Logo, Farben, passende Schriftarten, kurz gesagt: einen Corporate Look. Das bedeutet jedoch, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Was man zuerst braucht, ist eine Vision. Eine Vision ist das übergeordnete Ziel des Unternehmens und darf ruhig hochgesteckt sein, also „mit dem Kopf in den Sternen“. Bill Gates hatte, während er noch in seiner Garage saß, die Vision, dass auf jedem Arbeitsplatz und jedem Schreibtisch ein Windows Rechner stehen würde. Die Vision ist ein Ideal und somit nie zu 100% erreichbar. Trotzdem werden auf der ganzen Welt Computer verwendet, die mit einer Software von Microsoft laufen.

Der Nutzen des Kunden

Ihre Positionierung dreht sich rund um den Nutzen des Kunden, der bei Ihren Überlegungen und Entscheidungen stets im Mittelpunkt stehen sollte. Ein Nutzen ist dabei nicht nur die Lösung eines konkreten Problems oder das Abstellen einer Angst oder eines Schmerzes, sondern auch eine angenehme Emotion, die man mit einer Brand verbindet. Wenn Sie es geschafft haben, Ihr Versprechen an den Kunden immer zu halten, wird sie automatisch mit dem Nutzen oder der angenehmen Emotion verbunden, was es Ihnen leichter macht, Kunden an sich zu binden.

Die Corporate Identity

Die Identität Ihrer Brand wird durch ihren Look und die gewählten Farben unterstrichen, doch sie ist nicht diese. Vielmehr entsteht die Identität Ihres Unternehmens und Ihrer Marke durch Ihre Entscheidungen, die von Ihren Werten und Maßstäben bestimmt werden. Es ist elementar wichtig, die Versprechen an Ihre Kunden auch zu halten und stets professionell zu bleiben.

Fazit:

Auch wenn der Aufbau einer Brand eine mittelfristige Maßnahme ist und nicht übers Knie gebrochen werden kann, ist das der einzige Weg, sich langfristig optimal zu positionieren, nicht mehr jeden Kunden einzeln akquirieren zu müssen und sich vor Preisdiskussionen zu bewahren. Kommunizieren Sie den Nutzen für den Kunden klar und deutlich, so zahlt dieser nämlich nicht mehr für Ihre Leistung, sondern für den Nutzen, den er durch Ihre Marke hat.

Miriam Kubiczek

Miriam Kubiczek

Miriam ist seit April 2019 bei freelance.de und unterstützt uns im Marketing Team. Sie ist duale Studentin an der IUBH, bei der sie sich Wissen im Marketing Management aneignet.

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