Freelancer: Selbstorganisation ist alles

Als Freelancer zum Erfolg

Immer mehr Menschen sind freiberuflich tätig. Nach Angaben des Bundesverbands der Freien Berufe (BFB) gehen über 1 Million Deutsche einer Arbeit als Freiberufler nach. Dabei betreten die Freelancer anfangs Neuland, denn eine freiberufliche Tätigkeit will gut organisiert und vorbereitet sein. Ohne gute Planung besteht die Gefahr, dass vorgenommene Projekte scheitern oder sich im Nachhinein als schwierig erweisen. Selbstorganisation und Disziplin sind die Grundsteine eines erfolgreichen Einstiegs in die Freelancer-Tätigkeit, aber auch erfahrene Freelancer müssen sich stetig fortbilden, um in einer gut vernetzten und schnelllebigen Welt auf dem neusten Stand zu bleiben.

Freelance.de - Ordnung im Home Office

Die Arbeit strukturieren

Ohne feste Strukturen funktioniert im Freelancer-Geschäft kaum etwas. Zu groß ist die Ablenkung und zu klein die Disziplin. Deshalb ist es wichtig, dass feste Arbeitszeiten eingehalten werden. Aufträge sind stets termingerecht abzuliefern, weshalb Wecker und Terminkalender auch zum Inventar eines Freelancers gehören. Beim Home Office ist es hilfreich ein separates Arbeitszimmer einzurichten, damit privates und berufliches Umfeld auch räumlich getrennt werden. Steht der Schreibtisch beispielsweise im Schlafzimmer, kommt keine echte Büroatmosphäre auf und die Aussicht auf ein kurzes Mittagsschläfchen ist zu verlockend. Als Freelancer sollte man zuhause auftreten wie im Büro. Eine angemessene Kleiderwahl ist deshalb zwingend erforderlich. Es ist sicherlich bequem, im Jogginganzug mit einer Tiefkühlpizza vor dem PC zu sitzen, allerdings auch reichlich unprofessionell. Dem Gehirn muss signalisiert werden, dass jetzt gearbeitet wird und die Freizeit erst später erfolgen kann. Die ausstehenden Aufgaben müssen chronologisch und nach Wichtigkeit geordnet werden. Viele Freelancer verstricken sich in Prokrastination und beginnen – vor lauter Planung – erst spät mit der Arbeit. Ein (straffer) Zeitplan ist deshalb für die Arbeitstage unerlässlich, Ablenkung muss so gering wie möglich gehalten werden.

Freiräume schaffen

Von entscheidender Wichtigkeit sind aber auch Freizeit und Erholung. Bei Arbeitnehmern sind diese Zeiten streng geregelt. Durch unterschiedlichste Gründe können Freelancer schnell unter Zeitdruck geraten, sodass sie gezwungen sind, bis in die späten Nachtstunden zu arbeiten. Ein geregelter Feierabend ist für die körperliche und psychische Erholung aber unbedingt notwendig. Der Freelancer sollte sich dabei ein Limit setzten und beispielsweise den Computer um 19 Uhr herunterfahren – unabhängig davon, wie weiter er gekommen ist. Als Freiberufler muss ein strukturierter Tagesplan erstellt werden, weshalb der Terminkalender zum festen Inventar gehören sollte. Dort werden die einzelnen Termine ebenso festgehalten wie Auszeiten und Urlaub. Letzterer sollte nach Bedarf genommen werden. Viele Freelancer schrecken vor Urlaub zurück, zumal in dieser Zeit kein Geld in die Haushaltskasse gespült wird. Dennoch ist es wichtig, ab und zu mindestens zwei Wochen Ruhe einzuplanen, um neue Kraft tanken und Kreativität schöpfen zu können. Wird der Körper nämlich ständig gefordert und bekommt er keine ausreichende Erholung, stehen Krankheit und Burn-Out vor der Tür.

Die richtigen Projekte finden

Freiberufler sollten sich nicht nur auf national ausgeschriebene Projekte beschränken, sondern auch auf dem internationalen Markt suchen. Dadurch können Aufträge schneller gefunden werden. Spezialisierungen werden immer gerne gesehen und können einen Wettbewerbsvorteil bedeuten. Projekte mit langer Laufzeit sollten finanziell abgesichert werden, damit am Ende auch das Geld aufs Konto kommt. Vermittlungsagenturen bieten Sicherheit, weil schwarze Schafe automatisch selektiert werden. Leider wird ein Teil des Geldes für die Vermittlung einbehalten, sodass am Ende bei weniger Risiko weniger Geld übrig bleibt. Die Rechnung kann jedoch auch zugunsten des Freelancers aufgemacht werden: Agenturen stehen oft mit großen Unternehmen in Kontakt, die mehr zahlen als Mittelständler. Dadurch bleibt Selbstständigen, trotz der Agentur-Abzüge, mehr Geld übrig. Umgekehrt wird ebenfalls ein Schuh daraus: Freelancer können Teile ihrer Arbeit auslagern, um sich Freiräume zu schaffen. Auch in diesem Fall sind Agenturen die besten Ansprechpartner. Wichtig ist, dass durch das Outsourcing am Ende ein finanzieller Gewinn eingefahren wird.

Sich ins Gespräch bringen

Neben der Akquise, die fortlaufend und parallel zum Tagesgeschäft betrieben werden sollte, ist es auch hilfreich auf klassische Wege zurückzugreifen. So sollten zu Geschäftsterminen, auf Messen oder Kongressen auch immer Visitenkarten griffbereit sein, um bei möglichen Kunden nicht in Vergessenheit zu raten. Sollte noch keine eigene Visitenkarte vorhanden sein, können Anbieter wie Flyeralarm helfen. Kreative Vistenkarten können problemlos online gestaltet werden und haben noch immer eine nicht zu unterschätzende Wirkung. Oftmals können aus solchen Kontakten auch mit etwas Verzögerung noch Projekte entstehen. Der Freelancer bleibt im Gespräch und weitet gleichzeitig sein Geschäftsfeld aus. Grundsätzlich ist ein persönliches Netzwerk ohnehin unverzichtbar. Je besser die Vernetzung ist, desto schneller gelangt er an neue Aufträge. Vitamin B und eine aufgeschlossene Persönlichkeit haben noch keinem Freiberufler geschadet.

Dagmar Heinze

Dagmar Heinze

Ist seit dem 1. Juni 2012 bei freelance.de für das Online Marketing zuständig. "Ich freue mich bei diesem schnellwachsenden Unternehmen mitwirken zu können!"

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