Interview: Java – Definition & Blick in die Zukunft

Softwareentwickler ist nicht gleich Softwareentwickler! Es gibt diverse Schwerpunkte von Arten des Entwickelns und Programmiersprache. In diesem Interview geht es um die Programmiersprache Java, die seit 1995 genutzt wird. Was kann Java und wie gefragt wird Java in Zukunft sein?

Diese Fragen kann uns Michael Hauck beantworten. Er arbeitet seit Jahren selbstständig als Softwareentwickler, und programmiert primär mit Java.


Herr Hauck, warum haben Sie sich für die Programmiersprache Java entschieden?

Ich habe in meiner Laufbahn als Softwareentwickler schon mit vielen Sprachen gearbeitet. Letzten Endes bin ich bei Java geblieben, weil Java einerseits eine mächtige objektorientierte Sprache ist, mit der man gut wartbaren Code schreiben kann, und andererseits sehr verbreitet ist und daher vielfältige Projektmöglichkeiten bietet.

Was ist das Besondere an der Programmiersprache Java, und in welchen Bereichen kommt sie zum Einsatz?

Java hat bereits eine lange Geschichte hinter sich und entwickelt sich dennoch immer weiter. In den letzten Jahren haben wichtige Konzepte, wie funktionale Programmierung oder Modularisierung, verstärkt Einzug in die Sprache gehalten. Schlussendlich ist es aber eine der wichtigsten objektorientierten Sprachen mit umfangreichen Bibliotheken, die sich im Produktiveinsatz bewährt haben. Auch wenn es an vielen Stellen moderne Alternativen gibt: ich sehe oft in Projekten, dass neue, unausgereifte Tools Probleme und Aufwände verursachen und es stattdessen viel leichter ist, schönen Code zu schreiben und schnell Mehrwert für den Kunden zu schaffen, wenn man sich auf die Best Practices und „ausgetretenen Pfade“ einer etablierten Programmiersprache verlassen kann.

Am Schluss muss man aber auch sagen: Man kann mit jeder Sprache guten oder schlechten Code schreiben. Viel wichtiger ist stattdessen, dass wir Entwickler uns immer wieder darüber bewusst werden, dass wir Code nicht für uns schreiben, sondern für andere, die unter Umständen später mal die Software warten und weiterentwickeln müssen.

Wie schätzen Sie die Zukunft für die Java ein?

Java ist so weit verbreitet, dass ich allein deshalb glaube, dass man auch in Zukunft mit Java Software entwickeln wird.
Außerdem wird Java seit 2017 in festen halbjährlichen Release-Zyklen veröffentlicht, so dass es in der Entwicklung viel einfacher geworden ist, die Software auf den aktuellen Release-Stand zu bringen.
Daneben entwickeln sie mit dem zunehmenden Einsatz von dockerisierten Software-Umgebungen auch die Java-Frameworks und Bibliotheken weiter. Ich verfolge zum Beispiel gespannt die Entwicklung von Frameworks wie Micronaut, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Startup-Zeiten von Java-Applikationen drastisch zu reduzieren und so direkt auf Microservice-Architekturen zugeschnitten sind.

Und nicht zuletzt ist Java ja eine JVM-Sprache, und auf der JVM-Plattform tut sich ja auch an anderen Stellen sehr viel, wie man an der Entwicklung von Sprachen wie Kotlin oder Clojure sehen kann. Von diesem Ökosystem profitieren letztendlich alle JVM-Sprachen.


Java Entwickler Michael Hauck

Vielen Dank für Ihren übersichtlichen Einblick in die Java Entwicklung, Herr Hauck! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren Projekten.

Hier geht es zur Website von Softwareentwickler Michael Hauck.

Haben Sie Interesse daran, mit uns ein Interview zu führen? Schreiben Sie uns an marketing@freelance.de.

Wir freuen uns auf Sie!

Miriam Kubiczek

Miriam Kubiczek

Miriam ist seit April 2019 bei freelance.de und unterstützt uns im Marketing Team. Sie ist duale Studentin an der IUBH, bei der sie sich Wissen im Marketing Management aneignet.

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