SEO ist mehr als ein Kanal

Suchmaschinenoptimierung (SEO) unterlag in den letzten Jahren vielen Änderungen. Die Strategien in diesem Bereich sind deutlich vielschichtiger geworden und die gesamte Branche hat sich zunehmend professionalisiert. Immer wieder ist die Rede davon, dass SEO heute nur noch ein Kanal von vielen ist, den Webseitenbetreiber bespielen können. Doch stimmt das eigentlich? Oder ist SEO nicht viel mehr als das? Und wenn ja – wie profitieren andere Bereiche von den Ergebnissen, die eine professionelle Suchmaschinenoptimierung mit sich bringt?

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Inhalte lassen sich vielseitig nutzen

Ein einzelner Inhalt muss nicht nur für eine einzelne Webseite dienen. Die Sache ist, dass die richtige Aufbereitung schon weiterhilft und hin und wieder ohnehin die Inhalte automatisch für vielseitige Zwecke gedacht sind. Beispiel:

  • Erklärvideosviele Unternehmen nutzen für ihre Produkte heute Tipp- und Ratgebervideos. Die Inhalte mögen für Profis marginal sein, für Anfänger allerdings nicht. Diese Videos werden nicht selten auf YouTube gepostet und können nun auf der Homepage, auf Facebook, Twitter und Co. verlinkt werden. Hier zeigt sich sehr gut, wie eine SEO-Content-Strategie auch andere Bereiche positiv beeinflussen kann.
  • Blogartikel – es kommt natürlich auf den Inhalt an. Blogartikel richten sich oft an ein spezielles Publikum und sollten in Bezug auf SEO alle wichtigen Kriterien erfüllen. So müssen sie für die Webseite oder auch für die sozialen Netzwerke gesondert aufbereitet werden. Dennoch: Der Inhalt bleibt derselbe. Ein Lexikoneintrag unterscheidet sich inhaltlich nicht, wenn er für TV oder Hörbücher vorbereitet wird.

So können auch Inhalte für Newsletter vorbereitet werden. Gerade wenn sich bestimmte Inhalte sehr gut in Produkt-Launch-Strategien einfassen lassen, lässt sich hier eine gute Symbiose erzeugen. Für Kanäle gilt dabei: Die Inhalte müssen immer für das jeweilige Medium aufbereitet werden. Die Essenz aus einem Blog-Artikel lässt sich beispielsweise gut als Infografik verdichten und dann auf Social Media Plattformen veröffentlichen. Eine professionelle SEO Agentur oder SEO Freelancer helfen dabei, den Content richtig zu senden und somit die maximale Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Deutlich geringere direkte Kosten

Das Problem bei der üblichen Suchmaschinenwerbung ist, dass Unternehmen dann bezahlen, sobald irgendwer auf die Anzeige klickt. Das zusätzliche Problem kleiner Selbstständiger oder Künstler ist, dass solche Anzeigen von der Konkurrenz gerne zweckentfremdet werden: Nicht selten werden deren Fans aufgefordert, auf diese Anzeigen zu klicken, damit dem Konkurrenten geschadet wird.

Nur mit SEO funktioniert das nicht. SEO ist quasi die DNA einer Webseite und jeder Internetpräsenz. Grundsätzlich gilt:

  • Conversion – sie ist bei organischen Suchergebnissen höher. Das wundert nicht, den Seiten- und Shopbesucher, die durch SEO auf die Seite stoßen, haben vorher danach gesucht und auf ein echtes Suchergebnis geklickt. Solche Ergebnisse gelten als vertrauenswürdiger als bezahlte Werbeanzeigen. Dort vermutet der Besucher von vornherein ein kommerzielles Interesse.

Natürlich bringt auch SEO keine perfekte Conversionrate. Nicht selten scheitert der Kaufprozess wirklich an dem Shop an sich – oder an der Bestellung. Ist diese zu kompliziert aufgebaut oder werben Shops mit dem Kauf auf Rechnung, bieten ihn dann aber nur für angemeldete oder gar Stammkäufer an, springen Kunden wieder ab.

Wer nun glaubt, dass die Conversionrate nur auf Shops bezogen ist, der irrt sich. Google wertet auch alle anderen Webseiten entsprechend aus. Kehrt ein Suchender direkt nach einem Klick auf ein Suchergebnis zur Suche zurück, geht der Algorithmus davon aus, dass der Nutzer nicht gefunden hat, wonach er suchte. Das Ergebnis wird damit schlechter bewertet. Somit lässt sich festhalten, dass gute Suchmaschinenoptimierung heute auch immer etwas mit Conversion-Optimierung zu tun hat.

SEO-Maßnahmen können Suchmaschinenwerbung unterstützen

SEO und SEA können Hand in Hand gehen. Das wichtigste ist allerdings, dass die Statik stimmt. Und genau hier setzt SEO an. Ist die eigene Website suchmaschinenoptimiert und damit gleichzeitig optimal auf den User ausgerichtet, lassen sich bestimmte Metriken und auch der Content ebenfalls für die Suchmaschinenwerbung nutzen. Hochwertige Online Marketing Tools helfen heute dabei, auf eine gute Datenbasis zurückgreifen zu können.

Zusätzlich gilt:

  • Gute Landingpages – wer sich mit SEO-Texten befasst, muss heute automatisch auch auf die Intentionen der Nutzer eingehen. Da sich heute mittels Tools sehr viele Besuchermetriken zusammentragen lassen, können davon auch die Landingpages im Bereich SEA profitieren. Webseitenbetreiber können so besser einschätzen,
  • Google My Business – die Anmeldung bei Google My Business gehört zum Handwerkszeug in der Suchmaschinenoptimierung. Sie ist selbst kostenfrei, bietet aber einen enormen Zuwachs an Sichtbarkeit in den lokalen Suchergebnissen.

Doch warum ist ein gutes SEO für das SEA wichtig? Wer auf Suchmaschinenoptimierung setzt, erstellt für alle relevanten Keywords-Cluster entsprechende Unterseiten. Die Keyword-Daten lassen sich sehr gut auch für Kampagnen im Bereich der PPC-Werbung nutzen. Im Gegenzug können SEA-Kampagnen Keywords gut austesten. Sollten diese gute Conversion-Rates bringen, lohnt es sich eventuell, für diese eine entsprechende Unterseite mit passendem Content zu erstellen. Die beiden Disziplinen SEO und SEA bilden gemeinsam also eine gute Symbiose und können gemeinsam dazu beitragen, den eigenen geschäftlichen Erfolg erheblich zu steigern.

Fazit – SEO nachhaltig betrachten

SEO hat in den letzten Jahren nur scheinbar an Bedeutung verloren. Vielmehr bieten sich heute deutlich vielfältigere Möglichkeiten, mit geschickten SEO-Maßnahmen die Aufmerksamkeit potenzieller Interessenten zu gewinnen. Darüber hinaus übersehen viele Freelancer, welches Potenzial SEO auch für viele andere Bereiche des Online-Marketings bietet. SEO-Content kann heute speziell aufbereitet auch für Social-Media-Kampagnen, Newsletter oder auch Whitepaper genutzt werden. Darüber hinaus funktionieren SEO und SEA in Symbiose noch einmal deutlich besser als getrennt. Wer diese Vorteile geschickt zu nutzen weiß, kann sich auch mit kleinerem Marketing-Budget seinen Platz im Wettbewerb sichern.

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