Ein Monat EU-DSGVO: Das sind die bisherigen Erfahrungen

Seit einem Monat gilt sie nun, die EU-DSGVO. Viele Nutzer sind von der Daten- und E-Mail-Flut genervt und direkte Konsequenzen für die großen Player, wie z.B. Facebook, blieben bislang aus. Unter anderem deshalb, weil die meisten User immer noch bereitwillig ihre Daten preisgeben, da ein Verzicht auf derlei Plattformen im Alltag für viele kaum möglich ist. Einige Erfahrungen und Konsequenzen im Überblick:

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Das hat sich durch die EU-DSGVO geändert

Mit Wirksamwerden der DSGVO gilt nun eine europaweit gültige Gesetzeslage im Bereich Datenschutz. Oberste Priorität hat dabei der Schutz personenbezogener Daten. Dafür müssen Unternehmen und Selbstständige einige Dinge beachten: Die Datenschutzbestimmungen müssen verständlich und transparent aufbereitet sein. Die Nutzer haben ein Widerrufs-, Auskunfts- und Löschungsrecht und müssen jedem Prozess (z.B. Anmeldung zum Newsletter) separat zustimmen. Und auch in die Speicherung und Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten müssen die User explizit einwilligen, tun sie dies nicht, ist die Nutzung dieser Daten nicht erlaubt. Waren die Datenschutzbestimmungen nicht bereits DSGVO-konform, mussten und müssen sämtliche Einwilligungen neu eingeholt werden. Bei Verstößen drohen erhebliche Geldstrafen für Unternehmen.

Alle Informationen zur EU-DSGVO finden Sie zum Nachlesen in unserem Blog:
Teil 1 – Grundlagen
Teil 2 – Herausforderungen für Unternehmen
Teil 3 – Herausforderungen für Freelancer
Teil4 – Zusammenfassung

Nachwehen der EU-DSGVO

Sicherlich müssen wir Ihnen nicht erzählen, dass es davon so einige gab. Besonders Kleinunternehmen und Freelancer ächzen unter der Anzahl und dem Druck der zu bewältigenden Aufgaben und Herausforderungen. Viele private Blogs und Webseiten von Vereinen und Verbänden sind aus Sorge vor Nicht-Erfüllung der DSGVO-Richtlinien sogar komplett offline gegangen. Tausende Ratgeber-Seiten sind wie Unkraut aus dem Boden geschossen und es ist die Rede von einer großen Abmahnungswelle – die aber bislang noch ausgeblieben ist. Mal sehen, wie es sich in den kommenden Monaten so entwickelt. Zudem gehen bei Landes-Datenschützern und Behörden zurzeit enorm viele Anfragen ein, von Einzelpersonen, aber auch von Unternehmen. Es scheint also immer noch große Unsicherheit vorzuherrschen.

Jetzt die gute Nachricht

Die Auskunftspflicht über die Verwendung der persönlichen Daten wird häufiger genutzt – ein positiver Schritt hin zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit den persönlichen Daten. Insgesamt ist das Thema Datenschutz durch die Gesetzesänderung deutlich prominenter geworden. Wir alle machen uns mittlerweile wohl viel mehr Gedanken, was eigentlich mit unseren Daten passiert – und das war nun wirklich höchste Zeit. Und es gibt noch einen großen Vorteil für uns Bürger: Bei Beschwerden kann man sich an nationale Behörden wenden und muss nicht mehr an das Land appellieren, in dem das Unternehmen seinen Sitz hat. Das war bislang eine große Hürde und mit (noch mehr) Aufwand verbunden. Insgesamt wurden die Datenschutzrichtlinien auf den meisten Plattformen und damit das Recht auf Privatsphäre von Einzelpersonen stark verstärkt.

freelance.de und Datenschutz: Trusted Partner-Bereich

Und auch wir von freelance.de haben einige datenschutzrechtliche Maßnahmen ergriffen. Einige interne, aber auch eine, die Ihnen das Leben ein wenig erleichtern soll: Unser neues ENTERPRISE+-Modell inklusive Trusted Partner-Bereich. Dabei stimmen Freelancer direkt bei der Bewerbung den Datenschutzbestimmungen des jeweiligen Unternehmens zu. Im persönlichen Account können die Freelancer ab sofort einsehen, bei welchen Firmen sie bereits zugestimmt haben und können die Zustimmung gegebenenfalls mit einem Klick widerrufen. Die ersten Reaktionen zeigen, dass unsere Freelancer sehr zufrieden sind mit der einfachen Handhabung und übersichtlichen Gestaltung des neuen Bereichs. Und auch die Projektanbieter-Seite tut sich mit dieser neuen Lösung erheblich leichter in puncto Datenschutzprozessen im Bewerbungskontext. Als Trusted Partner qualifizieren sich Unternehmen, die Datenschutz großschreiben, Ihre Datenschutzbestimmungen EU-DSGVO-konform aufziehen und entsprechende Daten transparent verwalten.

Hier gelangen Sie zum Trusted Partner-Bereich.

Jetzt sind Sie gefragt: Welche Erfahrungen haben Sie bislang mit der neuen EU-DSGVO gemacht? Wir freuen uns auf Ihre Antworten und Erfahrungsberichte!

 

Alina Bergmann

Alina Bergmann

Alina ist seit 2019 Online Marketing Managerin bei freelance.de - als Tochter von zwei Freelancern und mit einem Bachelor in Kommunikationsmanagement widmet sie sich den Themen der Selbstständigen in Blog Posts, Tweets und auf der Website.

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