Am 5. Mai 2026 kamen in München rund 400 Teilnehmende zusammen – zum zweiten freelance summit in Folge. Was 2025 als Pilotformat begann, hat sich ein Jahr später als feste Größe im Kalender der deutschen Freelance-Community etabliert. Mehr Bühnen, neue Formate und ein deutlich gewachsenes Netzwerk: Der freelance summit 2026 setzte in nahezu jeder Hinsicht einen neuen Maßstab.

„Der freelance summit ist mehr als ein Event – er ist der Beweis, dass eine starke Community entsteht, wenn man Menschen mit denselben Fragen an einem Ort zusammenbringt. Genau das wollen wir jedes Jahr ein Stück weiter ausbauen.”
– Simon Gravel, Founder freelance.group
Wachstum und Format
Der freelance summit 2026 war messbar größer als sein Vorgänger. Mit rund 400 Teilnehmenden, mehr als 20 Sessions, zusätzlichen Stages und neuen Veranstaltungsformaten zeigte das Event, dass der Bedarf an einem solchen Treffpunkt in der Freelance-Branche real ist. Bereits 2025 hatte der erste freelance summit signalisiert, dass Freelancer und Unternehmen einen physischen Ort brauchen, an dem Austausch, Weiterbildung und Geschäftskontakte zusammenkommen. 2026 wurde dieses Fundament ausgebaut. Das Ergebnis war die bislang größte Plattform für Freelancer und Unternehmen in Deutschland – mit einem Programm, das bewusst auf Tiefe und Praxisbezug setzte statt auf reine Masse.

Vormittag: Trends, Marktdaten und hybride Teams im Fokus
Der Vormittag startete mit zwei Keynotes auf der Main Stage. Dr. Julian Stahl, XING-Arbeitsmarktexperte und COO der i-unit group, lieferte zunächst eine Einordnung zu Trends in der Arbeitswelt und den Arbeitsformen der Zukunft und zeichnete dabei ein ernüchterndes Bild des Arbeitsmarkts. Seit Ende 2022 ist die Arbeitslosigkeit um 23 Prozent gestiegen, offene Stellen sind um 37 Prozent zurückgegangen. Generative KI drückt die Nachfrage nach Freelance-Arbeit bereits seit 2023 – vor allem in standardisierbaren Bereichen wie Schreibarbeit (–30,4 %) oder Grafikdesign (–18,5 %). Sein Ausblick: Die Grenzen zwischen Festanstellung und Freelance verschwimmen zunehmend – Stichwort Dual-Jobbing. Und die Art der Vergütung wandelt sich grundlegend: „Pay for output, not for input” – Unternehmen kaufen künftig Ergebnisse statt Arbeitszeit.
Direkt im Anschluss präsentierte Robin Gollbach, CEO von freelance.de, aktuelle Markt-Insights aus der neuen Freelancer-Studie 2026. Im Mittelpunkt stand dabei der „durchschnittliche Freelancer” – verkörpert durch die fiktive Persona Daniel: über 20 Jahre Berufserfahrung, überwiegend remote oder hybrid tätig, mit rund 42 Arbeitsstunden pro Woche und typischerweise ein bis zwei aktiven Projekten gleichzeitig. Die Studie gab außerdem Einblick in Verdienstmöglichkeiten nach Branchen – und zeigte, welche Bereiche derzeit weniger Freelancer nachfragen.
Besonders aufschlussreich war der Blick auf die Investitionsbereitschaft: Nur 25 Prozent der befragten Freelancer investieren in Marketing, Sichtbarkeit und Netzwerk – die Mehrheit setzt stattdessen auf Weiterbildung und Qualifikation. Ein weiterer Trend: Freelancer arbeiten zunehmend branchenübergreifend und sind damit flexibler als je zuvor. In regen Fragerunden diskutierte das Publikum anschließend gemeinsam mit den Speakern über Branchenentwicklungen und die Konsequenzen der Präsentationen für den Alltag.
Den Abschluss des Vormittagsprogramms bildete ein Panel-Talk zur Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen Festangestellten und Freelancern im Alltag wirklich gelingt. Auf der Bühne diskutierten Dilek Haupt (Head of Subcontracting Management bei BearingPoint und Doktorandin zum Thema New Work), Andreas Weck (freier Journalist und ehemaliger Redakteur bei t3n) sowie René Troche (COO von freelance.de).

Die Diskussion drehte sich um drei zentrale Themen: Compliance-Anforderungen beim Freelancer-Einsatz, das zunehmend hybride Arbeitsmodell – bei dem Menschen gleichzeitig angestellt sind und freiberuflich tätig werden – sowie die Frage, welche Rolle Unternehmenskultur und ein strukturiertes Onboarding spielen, damit externe und interne Kräfte wirklich als Team funktionieren.
Zur Mittagspause wechselte das Format und das Netzwerken kam dabei keineswegs zu kurz: Bei einer großzügigen Pause von eineinhalb Stunden übernahmen sogenannte Table Captains an 17 Round Tables die Gesprächsführung und sorgten für fokussierten Austausch in kleineren Runden – zu Themen rund ums Freelancing von Compliance über Positionierung bis hin zu Banking. Das Matching–Board brachte Teilnehmende gezielt zusammen, zahlreiche konkrete Projektgespräche entstanden direkt vor Ort.
Masterclasses: Tiefe statt Breite
Ein neues Format in diesem Jahr waren die parallelen Masterclass-Sessions auf zwei eigenen Stages. Während auf der Main Stage die großen Themen gesetzt wurden, boten die Masterclasses Raum für konzentrierte Arbeit in kleinen Gruppen – praxisnah, interaktiv und auf konkrete Fragestellungen ausgerichtet.
Das Themenspektrum war breit: Laura Schweizer von philoneos führte durch ein Future Scenario Lab zur Exploration möglicher Zukünfte. Judith Stiegelmayr widmete sich dem Thema mentale Gesundheit und der Frage, wie gezielte Pausen zur Leistungssteigerung beitragen. Dr. Thomas Leister, Fachanwalt für Arbeitsrecht bei KLIEMT.Arbeitsrecht, gab einen aktuellen Überblick zu Compliance-Themen – konkret zum Statusfeststellungsverfahren und zum System KIRA. Jochen Kleh, beleuchtete die Herausforderungen hybrider Teamführung aus der Praxis. Tanja Lenke, Gründerin von she-preneur, zeigte fünf Hebel für eine zukunftssichere Selbstständigkeit auf.
Als Platin Partner war ITpreneure mit einer eigenen Masterclass vertreten: Victoria und Hans-Christian Harde, Co-Founder von ITpreneure und Geschäftsführer der pintarus GmbH, behandelten Sichtbarkeit und Positionierung im IT-Freelancer-Markt. Beide kennen das Thema aus mehreren Perspektiven – als ehemalige Freelancer, als Projektverantwortliche und als Gründer einer Community für IT‑Selbstständige. Marcel Pesch von academy4.ai® ergänzte das Masterclass-Programm mit einer Session zu KI-Agenten als Wachstumsmotor für Solopreneure.

Nachmittag: KI, Zukunftskompetenzen und Spitzensport
Der Nachmittag eröffnete mit dem Experts-Talk „Future Proof Freelancing”. Victoria und Hans-Christian Harde (ITpreneure), Franz Kupfer von Hiscox und Bettina Müller, Head of Marketing & Communications bei Design Offices, diskutierten gemeinsam, wie Freelancer angesichts von KI, veränderten Arbeitsorten und wachsendem Unternehmertum langfristig relevant bleiben.
Als Platin Partner des freelance summit 2026 waren wir als Pintarus gemeinsam mit unserer neuen Marke ITpreneure vor Ort, um den direkten Austausch mit der Freelancer-Community zu suchen. Besonders wertvoll waren für uns der offene Dialog mit zahlreichen Freelancern sowie die Möglichkeit, neue Kontakte und potenzielle Partnerschaften mit anderen Unternehmen aufzubauen. In unserem Experts-Talk konnten wir unsere Erfahrungen aus über 20 Jahren im IT-Consulting-Markt teilen und gleichzeitig viele neue Perspektiven und Impulse mitnehmen.
– Victoria und Hans-Christian Harde, Co-Founder von ITpreneure

Tristan Post, Gründer des AI Strategy Institute und KI-Berater unter anderem für die UNDP, lieferte in seiner interaktiven Keynote einen historischen Einordnungsversuch: Haben wir technologische Umbrüche dieser Größenordnung nicht schon einmal erlebt – vom PC-Zeitalter bis zur Ära der Generativen KI? Seine These: Wer frühere Technologiesprünge versteht, kann die aktuelle Entwicklung besser einschätzen.
Direkt daran anknüpfend zeigte Marcel Pesch von academy4.ai®, wie sich KI-Agenten konkret im Freelancer-Alltag einsetzen lassen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Solopreneure mithilfe von KI ihr Business skalieren können – ohne klassisches Teamwachstum. academy4.ai® arbeitet nach eigenen Angaben bereits heute mit einem Modell aus drei Menschen und 23 KI-Mitarbeitenden.
Master AI, Remain Human – das war unser Motto beim freelance summit 2026. Über 300 Teilnehmenden zu zeigen, wie simpel es sein kann, erste KI-Mitarbeitende einzusetzen und sein Business zu skalieren, war eine extreme Bereicherung. Ich freue mich, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.
– Marcel Pesch, Gründer academy4.ai®

Den Abschluss des inhaltlichen Programms gestaltete Linus Straßer, Weltcup-Sieger im Slalom und Olympia-Medaillengewinner. In seinem Experts-Talk zog er direkte Parallelen zwischen Spitzensport und Selbstständigkeit – von mentalem Druck über Rückschläge bis hin zu den Faktoren, die langfristige Leistung ermöglichen.
Mehr als Programm: Echte Begegnungen
An den Partnerständen von ITpreneure, academy4.ai®, Tide, Design Offices, OptiThinQ, Hiscox, Start-as-Interim sowie dem Bundesverband für selbständige Wissensarbeit e.V. entstanden Gespräche, die weit über das reine Produktinteresse hinausgingen. Freelancer und Unternehmen trafen hier auf Augenhöhe zusammen.

Der Wunsch der Community nach mehr Raum für Austausch und Wissensvermittlung war beim summit 2025 laut und deutlich und das Team von freelance.de hat ihn 2026 konsequent umgesetzt: mehr Fläche, mehr Sessions, ein Programm, das Begegnung bewusst einplant, statt dem Zufall zu überlassen. Wer den freelance summit 2026 erlebt hat, weiß: Auf den nächsten können wir uns schon jetzt freuen.
Unsere Partner

Ein besonderer Dank gilt unseren Partnern, die den freelance summit 2026 möglich machen:
academy4.ai® ist die führende Akademie für KI-Transformation – ein AI First Unternehmen mit 3 echten Menschen und 23 KI-Mitarbeitenden, das Freelancern und Selbständigen einen holistischen Hands-On Einblick in KI vermittelt damit diese ihr Business mit Hilfe von KI skalieren. academy4.ai baut die Organisation von morgen. Das Unternehmen ist Mitglied im KI-Bundesverband. Die Arbeitswelt von morgen wird hier bereits heute gelebt – und dafür von Medien wie FAZ, Handelsblatt, Business Punk und WirtschaftsWoche als Vorreiter ausgezeichnet.
ITpreneure unterstützt IT-Freelancer dabei, als Experte am Markt wahrgenommen zu werden, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Durch fundierte Beratung, praxisnahe Trainings und eine aktive Community schafft ITpreneure die Voraussetzung für eine überzeugende und erfolgreiche Selbstvermarktung.
Design Offices ist der Marktführer für flexible Work Spaces in Deutschland. Seit 2008 gestaltet das Unternehmen neue Arbeitswelten und betreibt rund 50 Standorte mit ca. 260.000 Quadratmetern in 15 deutschen Städten.
Hiscox ist ein internationaler Spezialversicherer mit über 100 Jahren Erfahrung. Wir kennen die Risiken von Freelancern und bieten branchenspezifische Absicherung. Individuell, einfach und fair.
Die OptiThinQ GmbH (OTQ) liefert Umsetzungsstärke für CFO- und COO-Initiativen in Organisationsentwicklung, Prozessoptimierung und Softwareeinführungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der professionellen Steuerung von Freelancern, um externe Expertise kontrolliert und nachhaltig zu nutzen.
Start-as-Interim ist der Co-Pilot für Interim Manager und Freelancer. Positionierung, Marketing, Akquise, Mandatsbegleitung oder Sparring – das Team unterstützt ganz individuell und persönlich für eine erfolgreiche Interim Karriere.
Tide bietet Selbstständigen und Unternehmen ein kostenloses, smartes Geschäftskonto mit Echtzeitüberweisungen, Tools für Rechnungsstellung und Buchhaltung, Tagesgeldkonto und maßgeschneiderten Finanzierungslösungen.



