Soft-Skills: Das sind die 5 Pluspunkte für IT-Freelancer

Die Nachfrage nach IT-Freelancern steigt. Gleichzeitig wächst die Konkurrenz. Wer sich von seinen Mitbewerbern absetzen und im Projekt überzeugen will, muss sich inhaltlich weiterbilden oder spezialisieren. Den feinen Unterschied bei Honorarverhandlungen oder in der Arbeit im Projekt machen aber oft persönliche Eigenschaften oder Fertigkeiten, die unter dem Begriff „Soft Skills“ geführt werden und – zumindest teilweise – auch erlernbar oder trainierbar sind.

Womit Sie beim Kunden und im Team punkten? Wir laden Sie ein, unsere Top 5 Soft-Skills kennenzulernen und haben Anregungen für Sie, wie Sie diese sofort trainieren können.

Punkt 1: Methodenwissen

Methoden lassen sich nicht unbedingt unter „Soft Skills“ fassen, sondern können häufig durch Zertifikate nachgewiesen werden. Viele der Methoden, die derzeit gefragt sind, gehen aber mit einer gewissen persönlichen Haltung einher.

Die Arbeit in agilen Teams erfordert zum Beispiel ein erhöhtes Maß an Flexibilität und eine stärkere Kundenorientierung als in herkömmlichen Projektmanagement-Methoden. Wer hier immer wieder an sich zweifelt, sollte einen Onlinekurs in agilen Methoden besuchen oder sich durch Fachliteratur nochmals mit den Grundlagen beschäftigen. Und dann gilt es, die eigenen Handlungen und Haltungen bewusst zu reflektieren, um sich künftig besser an den Anforderungen orientieren zu können.

Punkt 2: Selbstkenntnis und Selbstbewusstsein

Warum werde ich in Situationen wie dieser immer nervös? Worauf lege ich eigentlich besonderen Wert in meiner Arbeit? Und wieso treiben mich Perfektionisten regelmäßig in den Wahnsinn? Wer weiß, was ihn oder sie antreibt, kommt leichter zum Ziel. Sie blockieren sich nicht mehr selbst und lernen, welche Ihrer Stärken Sie gewinnbringend einsetzen können.

Unser Tipp: Beobachten Sie sich über einen Zeitraum von zwei Wochen und schreiben Sie auf, in welchen Situationen Sie besonders emotional reagieren. Vielleicht lassen sich Muster erkennen, über die Sie mehr wissen möchten. Fachliteratur oder ein Coach können hier wertvolle Impulse setzen und Sie dabei unterstützen, künftig selbstbewusster an schwierige Situationen heranzugehen.

Punkt 3: Kommunikation

Projekte scheitern oder verlängern sich oft nicht durch fehlerhafte Arbeit, sondern durch schlechte Kommunikation. Wer es immer noch für selbstverständlich nimmt, dass jeder Auftrag eindeutig ist und automatisch zum gewünschten Ergebnis führt, wird sich zu oft über schlecht ausgeführte Aufträge ärgern.

Unser Tipp: Buchen Sie ein Teamcoaching oder sprechen Sie mit einem Businesscoach, wenn Sie hier auf Ihr Team und Sie selbst zugeschnittene Anregungen brauchen.

In Zeiten immer größer werdender virtueller Teams, die sich über verschiedene Länder erstrecken, sind besonders Kenntnisse in interkultureller Kommunikation oft ein Augenöffner. Ein Beispiel: Der Smalltalk mit Kollegen ist für die Geschäftsbeziehung oft wesentlich wichtiger, als wir hier nur erahnen können.

Unser zweiter Tipp: Besuchen Sie einen Vortrag zum Thema und probieren Sie aus, wo sich auch für Ihre Arbeit Vorteile bieten könnten.

Punkt 4: Teamfähigkeit

Auch hier gilt, dass sich Teams aus Persönlichkeiten zusammensetzen, die sich immer stärker unterscheiden, der kulturelle Hintergrund ist dabei nur ein Faktor. Ein Beispiel: Einzelne Teammitglieder haben häufig völlig unterschiedliche Erwartungen an Sie in Ihrer Rolle als Projektleiter. Wer braucht wie viel Führung oder Freiraum, wer versteht Kritik als Bloßstellung und wer nicht? Die Teammitglieder hier im Feedback-Gespräch einmal klar nach den Erwartungen zu fragen, kann Ihnen neue Strategien eröffnen.

Unser Tipp: Auch die Teamfähigkeit hat viel damit zu tun, wie gut Sie sich selbst kennen. Wer zum Beispiel weiß, dass er auf Störungen während Konzentrationsphasen häufig ungehalten reagiert, muss jetzt nur noch üben, dieses Bedürfnis klar und freundlich zu kommunizieren.

Punkt 5: Konfliktfähigkeit

Die Konfliktfähigkeit ist die Königsdisziplin, weil Sie auf allen genannten Soft Skills aufbaut. Eine kleine Regel, die oft schon einen entscheidenden Unterschied ausmacht: Nehmen Sie Feedback grundsätzlich als etwas Wertvolles wahr. Auch in jeder negativen Kritik steckt ein wertvoller Hinweis für Sie. Was Sie daraus machen, liegt in ihrer Hand.

Unser Tipp: Fragen Sie in Konfliktsituationen immer erst nach, was Ihr Gegenüber genau meint. Und spiegeln Sie zurück, wie das Verhalten bei Ihnen ankommt.

Punkt 6: Gelassenheit

Ein sechster Punkt in einem Top-5-Punkte-Artikel? Ja! Als kleines Extra empfehlen wir jedem, spielerisch mit Veränderungen und Herausforderungen umzugehen und sich in Gelassenheit zu üben. Das klingt leichter, als es ist. Vielleicht können Sie in den folgenden Wochen ein paar neue Verhaltensweisen ausprobieren und testen, welche Veränderungen sich für Sie ergeben.

Unser Tipp: Erlauben Sie sich eine Woche lang,

  • etwas weniger zu arbeiten
  • etwas weniger perfekt zu sein
  • anderen nicht immer alles recht machen zu müssen
  • etwas langsamer zu arbeiten und weniger To-Do´s in den Tag zu packen
  • etwas spielerischer mit ihren Aufgaben umzugehen, wenn Sie merken, dass Sie gerade wieder die Zähne zusammenbeißen

Und jetzt sind Sie dran!

Gibt es „Soft Skills“, die Sie bei Kollegen immer wieder vermissen? Haben Sie im Laufe Ihrer Karriere etwas dazugelernt, das Sie persönlich ein gutes Stück weiterbrachte? Haben Sie Tipps für andere Freelancer? Wir freuen uns auf Ihre Antworten und wünschen viel Spaß beim Ausprobieren!

Ein Kommentar:

  1. Avatar
    Stephan Heller

    Sehr schönes Soft-Skill. Es werden 5 Pluspunkte versprochen, man bekommt direkt 6 geliefert ???? das ganze klingt wie ein Verkaussartikel für Teamseminare ????

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