Experteninterview mit Marcel Petzold

In diesem Interview spricht digital Consulting & CRM Experte Marcel Petzold über seine Erfahrungen als Freelancer und seinen Weg in die Selbstständigkeit. Außerdem verrät er uns seine Tipps und Tricks.

Lesedauer: ca. 4 Minuten

Experte Marcel Petzold

Hören Sie Musik beim Arbeiten? Wenn ja welche?

Bei der Arbeit höre ich keine Musik. Dies liegt vornehmlich daran, dass ich überwiegend in Meetings bin (vor Ort oder online) und mich ansonsten auf meine Arbeit am besten ohne Musik konzentrieren kann.

Wo hatten Sie bisher Ihre beste Mahlzeit? Und was haben Sie gegessen?

Es gibt viele gute Locations mit sehr gutem Essen. Da fällt es mir schwer, mich festzulegen. Was ich aber gerne esse, ist die asiatische und spanische Küche und sicherlich auch die gute Deutsche Küche. 

Was können Sie nur mit Humor ertragen?

Humor nenne ich durchaus mein Eigen, denn ich habe vor langer Zeit beschlossen, nichts mehr ertragen zu müssen. Ich konzentriere mich auf die Dinge und Menschen, die mir Spaß bereiten und meinen Horizont erweitern. 

Anzug mit Krawatte, oder Jeans – und warum?

Früher Anzug mit Krawatte, da ich viel mit Banken und Versicherungen zu tun hatte. Da war es absolute Vorgabe mit entsprechendem Business-Look aufzutauchen. Heute hängen meine Anzüge und Krawatten ungenutzt im Kleiderschrank. Auch auf dem C-Level wird nicht mehr an dem strengen Businesslook festgehalten. Zeiten ändern sich und mit ihnen Gepflogenheit. Zum Glück! 

Welcher Mensch kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie das Wort “Erfolgreich” hören?

Wolfgang Grupp (Inhaber und Geschäftsführer des Textilunternehmens Trigema) ist ein absolutes Vorbild und in meinen Augen der Inbegriff deutschen Erfolgs.  

Herr Grupp widersetzte sich bisher sehr erfolgreich dem allgemeinen Trend, Arbeitsplätze ins Ausland auszulagern, um Kosten zu sparen oder den Gewinn zu optimieren. Er hält sehr erfolgreich am Produktionsstandort Deutschland fest und bietet seinen Mitarbeitenden deutlich mehr im Vergleich zu anderen Unternehmen. In meinen Augen ein sehr erfolgreicher und bodenständiger Unternehmer, an dem sich andere Unternehmer und Führungspersönlichkeiten ein Beispiel nehmen sollten.  

Wie schalten Sie von der Arbeit ab?

Ich lese sehr viel und bin gerne im Wald am See. Am besten mit wenig oder ohne Handyempfang, um die Natur zu genießen und dem Zivilisationslärm entgehen zu können. „Die Kunst des klugen Handelns“ von Rolf Dobelli ist z. B. ein Buch, das ich gerne weiterempfehle.  

Wie sieht die erste Stunde Ihres Tages aus? 

Ganz klassisch mit mindestens zwei Tassen gutem Kaffee und den aktuellen Nachrichten aus aller Welt. Und ich widme meinem LinkedIn-Profil und den diversen Beiträgen auch einen großen Teil meiner Zeit am Morgen. 

Was würden Sie heute Ihrem jüngeren Selbst empfehlen? 

Lebe Deinen Traum, probiere dich aus und versuche nicht allen zu gefallen. Schon gar nicht narzisstischen Führungskräften. Konzentriere dich darauf, was du möchtest und gehe unbeirrt deinen Weg.

Sie sind Experte für? Bzw. welche „Probleme“ Ihrer Kunden lösen Sie? 

Als „Unternehmensberater mit dem Schwerpunkt Digital Consulting & CRM“ beschreibt der Titel, wofür ich Experte bin.  

Tatsächlich blicke ich auf über 25 Jahre Vertriebs- und CRM-Erfahrung sowie über 30 Jahre IT-Erfahrung zurück. Dabei bilde ich die Schnittstelle bzw. bin eine Art Dolmetscher zwischen Vertrieb/Marketing, IT und der CRM-Welt. Ich helfe Unternehmen dabei, in dieser äußerst komplexen Gemengelage genau die Lösungen zu finden, die ihr Unternehmen nach vorne bringen. Sozusagen bin ich der „Navigator“ durch diesen „Dschungel“ an Lösungen. 

“Als Unternehmensberater für Digital Consulting & CRM berate und befähige ich Unternehmen, die für sie optimale CRM-Plattform sowie den dazugehörigen Implementierungsdienstleister zu evaluieren. Gerne begleite ich darüber hinaus den kompletten Implementierungs- und Customizingprozess als Berater und Projektleiter und führe somit das Projekt „in time“, „in budget“ und „in quality“ zum Go-Live und Erfolg.”

Warum sind Sie Freelancer geworden?

Ich wollte mein eigener Chef sein und die Dinge tun, die mir Spaß machen. Mittlerweile habe ich mein Einzelunternehmen in eine GmbH überführt, tue aber tatsächlich das Gleiche. 

Wie war Ihr beruflicher Weg bis heute? Welche Schritte haben Sie durchlaufen? 

Angefangen habe ich mit einer Ausbildung zum Datenverarbeitungskaufmann, wobei ich relativ schnell im Vertrieb gelandet und dabei geblieben bin. Ich habe über 25 Jahre Unternehmen in Bezug auf IT-Systeme und komplexe Dienstleistungen beraten. In meinen letzten beiden Festanstellungen war ich als Vertriebsleiter tätig und habe die Vertriebsorganisationen, mit allem, was dazu gehört, aufgebaut und optimiert. U. a. habe ich dort meine Begeisterung für CRM-Systeme und -Prozesse entdeckt. CRM-Systeme begleiten mich bereits seit 1995, aber in den letzten Jahren meiner Festanstellung habe ich einige Projekte hinsichtlich Auswahl und Einführung mitgestalten und begleiten dürfen. Und so bin ich zum CRM-Berater geworden. 

Auf welche Tools können Sie bei Ihren Projekten als Freelancer nicht verzichten?   

Das ist recht überschaubar: Outlook, Teams, Buchhaltung (lexoffice oder sevDesk), Zeiterfassung (clocko:do) und mein eigenes CRM. Natürlich kommen auch weitere Tools wie SharePoint, MS Project, Office-Suite und diverse Web-Tools für Webdesign (z. B. WordPress mit einige spannenden Plugins wie 3D FlipBook, YOAST und Blog2Social) zum Einsatz. 

Wie halten Sie sich als Freelancer up-to-date?  

Ich informiere mich proaktiv zu relevanten Themen, bin viel auf LinkedIn unterwegs, besuche Veranstaltungen und mache Trainings (empfehlen kann ich dafür vornehmlich fachliche Trainings von Microsoft, Salesforce, HubSpot oder die Top-Verkaufsperformance von mega-train.de). 

Welches ist der wichtigste Trend im Vertriebsmanagement und Customer Relationship Management?   

Es gibt wohl nicht den einen wichtigen Trend für beide Themengebiete, sondern eine Reihe von Trends. Das Vertriebsmanagement durchlebt insbesondere seit Corona einen Wandel. Es werden deutlich mehr Remote-Termine durchgeführt und auch grundsätzlich remote gearbeitet. Dies erfordert ein Umdenken bei den Vertriebsverantwortlichen und der generellen Vertriebssteuerung. Ziel- und Ergebnisorientierte Steuerung inkl. Vertrauensarbeit werden immer wichtiger. Auch die Digitalisierung wird zunehmend im Vertrieb vorangetrieben. Allen voran die Einführung neuer CRM-Systeme, die auch bereichsübergreifend zum Einsatz kommen sollen.  
 
Es setzen sich auch neue Trends in Sachen Lead-Generierung durch. Während früher vornehmlich der Cold-Call ein probates und wichtiges Mittel war, ist heute Social Selling, Lead-Generierung über Social Media etc. enorm wichtig geworden. Kunden entscheiden sich in viel kürzerer Zeit, ob sie mit einem Anbieter sprechen wollen. Ferner wollen sie zunehmend die Initiative ergreifen und nicht mehr „belagert“ werden. 

Vielen Dank für Ihr freundliches Interview Herr Petzold! Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihren Projekten.

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