Freelancer: Stundensätze richtig kalkuliert!

Eine interessante Projektausschreibung, ein spannendes Thema, ein toller Kunde für den Sie schon immer arbeiten wollten. Das ist zu verlockend. Würde auch gerade gut passen, da der aktuelle Auftrag am Auslaufen ist. Nur der Stundensatz ist nicht ganz so, wie Sie sich das vorgestellt haben.

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Eine gefährliche Situation, wenn der Selbstständig jetzt anfängt, sich seine finanzielle Situation schönzurechnen. Damit er vor sich selbst dieses niedrige Honorar rechtfertigen kann. Vielleicht einfach ein paar Stündchen länger arbeiten? Die Bahntickets früher buchen, 2. Klasse fahren statt der 1. Klasse, die man sich sonst gönnt, um in Ruhe am Ziel anzukommen?

Selbstständige haben ein paar Möglichkeiten, um Kosten zu sparen. Aber sie sollten eines nicht tun: sich unter Preis zu verkaufen. Wird bei der Bewerbung auf eine Projektausschreibung ein zu hoher Stundensatz angeben, dann ist die Chance vertan, in die engere Wahl zu kommen. Dann wird das Profil des Selbstständigen trotz seiner hervorragenden Qualifikation nicht vorgelegt. Ist der Auftrag erst einmal unterschrieben, dann bietet sich nur selten die Möglichkeit, das Honorar nochmals anzuheben. Das Argument: „Ich habe sehr viel Erfahrung“, lässt der Kunde meist nicht gelten, weil er für das Ansammeln der Erfahrung bereits bezahlt hat.

Gleichzeitig fühlt es sich nicht gut an, weniger Honorar zu bekommen, als man glaubt wert zu sein oder zu verdienen. Richtig ungünstig wird es dann, wenn das, was übrig bleibt, so viel weniger ist, als der Selbstständige geschätzt hatte.

Der Stundensatzkalkulator für Freelancer

Da hilft nur vorbeugen oder, in diesem Falle, richtig zu kalkulieren. Dafür bietet Freelance IT den Stundensatzkalkulator. Dieser Kalkulator bietet zwei Optionen an: mit der Vorwärtskalkulator können Selbstständige ausgehend von Ihrem Honorar und dem Berücksichtigen der Kosten, Steuern und Abgaben, Ihr Einkommen zu ermitteln. Oder, bei der Rückwärtskalkulation lässt sich ausgehend von dem gewünschten Einkommen, das Honorar ermitteln, das in Rechnung gestellt werden sollte.

Mithilfe des Ergebnisses aus der Kalkulation kann sich der Selbstständige gezielt auf eine Honorarverhandlung vorbereiten und Argumente für die Forderung vorzubringen.

Christa Weidner

Christa Weidner

Christa Weidner kennt alle Seiten der Freiberuflichkeit. Sie ist heute selbstständige IT-Beraterin, nachdem sie jahrelang mehrere Verfahren wegen Scheinselbstständigkeit gegen die Deutsche Rentenversicherung führen musste, die sie am Ende gewann. Jedoch ihr erfolgreiches Business hat sie verloren. Sie geht als Betroffene an die Öffentlichkeit, ist bekannt durch ihre Vortragsreihe, die sie im vergangenen Jahr mit dem VGSD e.V. durchgeführt hat. Und sie schreibt gerne und viele Artikel zum Thema Selbstständigkeit und möchte die aktuelle Situation als neue Chance verstehen. Im Juni 2016 erhielt sie für ihr Engagement den Werner-Bonhoff-Preis.

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