Interview: Jira – Ein Experte erzählt

Die Webanwendung Jira ist ein Tool um das Planen von Arbeitsaubläufen zu erleichtern. Denn viele nutzen dieses System sehr gerne. Doch warum? Was macht Jira eigentlich aus? Diese Frage haben wir einem unserer Freelancer gestellt und eine ausführliche Antwort dazu erhalten:

Interview Reihe

Sie sind seit einigen Jahren Experte, unter anderem im Bereich Jira. Wie kamen Sie dazu sich mit den Atlassian Produkt auseinanderzusetzen?

Meine ersten Berührungspunkte mit diesem Tool waren als Systemadministrator, während meiner Zeit bei der Telefonica Germany GmbH & Co. OHG. Dort wurde Jira für die Umsetzung einzelner IT-Projekte verwendet.

Bei der MediaMarktSaturn Retail Group konnte ich die weiteren Einsatzmöglichkeiten der Webanwendung kennenlernen. Jira (in Kombination mit Confluence) wird dort als zentrale Plattform für das Anforderungsmanagement der IT (vom C-Level bis zum Produktteam) verwendet.

Auch andere Bereiche wie Marketing, Facility Management, Einkauf etc. verwenden die Anwendung zur Nachverfolgung von Anforderungen und Aufgaben. Dort hatte ich die Möglichkeit mich mit Jira und zahlreichen App-Erweiterungen intensiv auseinanderzusetzen.

Können Sie unseren LeserInnen kurz erklären, was in Ihren Augen das Besondere an diesem Tool ist und in welchen Bereichen das Tool hilfreich ist?

Jira ist ein Tool zur Erfassung, Verwaltung und Nachverfolgung von Vorgängen. Diese beschreiben eine Anforderung, einen Fehler, eine Aufgabe etc.

Jedes Team sollte sich die Frage stellen: Wie erfasse und verwalte ich meine täglichen Aufgaben? Wo finde ich den aktuellen Status zu einer Aufgabe?

Nicht selten ist die Antwort eine Kombination von Excel, Sharepoint, Powerpoint, Email, Word, Post-It, Notepad etc. oder im ungünstigsten Fall liegt gar keine Lösung vor. Anders gesagt: Die Informationen werden irgendwo gespeichert, aber niemand weiß genau wo das ist bzw. welcher Speicherort gerade als aktuell gilt. Daher kann die Anwendung, als zentrale Plattform, jedes Team dabei unterstützen, anstehenden Aufgabe zu bewältigen. Alle Informationen werden in einem Vorgang dokumentiert und können durch andere Teammitglieder eingesehen werden.

Da der Vorgang einen Arbeitsablauf durchläuft, kann jedes Teammitglied die gleiche „Wahrheit“ über den Vorgang einsehen. Deshalb unterstützt Jira die Zusammenarbeit innerhalb des Teams / der Teams.

Hinzu kommt, dass die Einstiegspreise sehr günstig sind und man mit einem überschaubaren Aufwand starten kann. Wenn man das Projekt nicht auf den eigenen Server betreiben möchte, gibt es auch die Möglichkeit die Atlassian Cloud zu nutzen.

Die Bedienung des Tools ist mit dem integrierten Kanban / Scrum Board für den Benutzer intuitiv und stellt die Informationen benutzerfreundlich dar.

Ich bin der Überzeugung, dass der Einsatz von Jira für jedes Unternehmen einen Mehrwert bietet.

Wie schätzen Sie die Zukunft für Jira ein? Ist dieses Tool den Herausforderungen gewachsen?

Stephan Delhaye

Jira ist eines der marktführenden Tools in seinem Segment und wird stetig weiterentwickelt. Nicht ohne Grund gibt es mittlerweile 3 Arten: Jira Core, Jira Software und Jira Service Desk.

Zusätzlich werden von diversen Herstellern zahlreiche App-Erweiterungen zur Verfügung gestellt, welche die Funktionalität von Jira erweitern.

Dadurch das viele Teams aufgrund der Covid-19 Pandemie komplett oder teilweise remote arbeiten und der Trend allgemein auch mehr in die Richtung Remote-Arbeit geht, gibt es derzeit einen großen Markt für geeignete Kollaborationswerkzeuge.

Hierzu zähle ich Atlassian mit seinen Softwareprodukten als einer der Gewinner.   

Vielen Dank für Ihre interessanten Antworten Herr Delhaye! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren Projekten.

Hier geht es zum Profil von Jira-Experte Stephan Delhaye.

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Sie hätten auch Interesse an einem Interview mit uns? Dann schreiben Sie uns: marketing@freelance.de. Wir freuen uns auf Sie!

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