Bei einem sehr breit gefassten Leistungsangebot ist für Auftraggeber weniger eindeutig erkennbar, für welche konkreten Anforderungen ein Profil steht. Auftraggeber berücksichtigen bei konkreten Anforderungen häufig Freelancer, die bereits Erfahrung mit vergleichbaren Aufgaben nachweisen können. An diesem Punkt beeinflusst die Positionierung, ob Ihr Profil für die weitere Auswahl berücksichtigt wird.

Ein klar definierter Schwerpunkt erleichtert die Abgrenzung zu vergleichbaren Angeboten. Wie sich diese Abgrenzung auf die Auftragsvergabe auswirkt, zeigt sich besonders im Vergleich unterschiedlicher Leistungsprofile.
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Ein klar definierter Schwerpunkt erleichtert die Abgrenzung zu vergleichbaren Angeboten. Wie sich diese Abgrenzung auf die Auftragsvergabe auswirkt, zeigt sich besonders im Vergleich unterschiedlicher Leistungsprofile.
Warum eine klare Positionierung über Ihre Auftragslage entscheidet
Der Freelancer-Markt trennt sich zunehmend in zwei Gruppen. Auf der einen Seite stehen Generalisten mit einem breiten Angebot, auf der anderen Spezialisten mit einem klar definierten Schwerpunkt. Diese Unterscheidung beeinflusst die Auftragsvergabe. Bei einem wenig differenzierten Profil spielt der Preis häufig eine größere Rolle, während bei einer Spezialisierung die fachliche Eignung oft stärker berücksichtigt wird. Die Positionierung bildet daher eine wesentliche Grundlage für die spätere Sichtbarkeit. Selbstmarketing kann eine klare Positionierung unterstützen, ersetzt jedoch keine eindeutige fachliche Ausrichtung.
Dabei wird der Unterschied besonders im Vergleich zwischen generalistischen und spezialisierten Angeboten deutlich.
Spezialist oder Generalist: Was den Unterschied macht
Ein breites Angebot kann grundsätzlich einen größeren Kundenkreis ansprechen. Ein allgemein gehaltenes Profil vermittelt jedoch weniger eindeutig, für welche konkreten Anforderungen und Leistungen ein Anbieter steht.
Neben dem Leistungsumfang ist daher entscheidend, wie die vorhandenen Kompetenzen nach außen vermittelt werden.
Der Unterschied liegt weniger im Umfang der fachlichen Kompetenzen als in deren Kommunikation. Auch bei einem breiten Kompetenzprofil kann ein klarer fachlicher Schwerpunkt vermittelt werden. Entscheidend ist, mit welchen Leistungen oder Anforderungen Auftraggeber Ihr Profil in erster Linie verbinden.
Aus dieser fachlichen Zuordnung lässt sich im nächsten Schritt ein konkreter Schwerpunkt ableiten.
In vier Schritten zur eigenen Nische
Eine Nische lässt sich in vier Schritten eingrenzen. Die Vorgehensweise kann bei einer späteren Neuausrichtung erneut angewendet werden.
- Kompetenzen erfassen. Dokumentieren Sie, welche Aufgaben Sie bereits mehrfach bearbeitet haben und in welchen Branchen Sie tätig waren. Wiederkehrende Projekte können Hinweise auf vorhandene und belegbare Erfahrung geben.
- Nachfrage prüfen. Prüfen Sie in Projektbörsen und Stellenanzeigen, ob entsprechende Anforderungen regelmäßig ausgeschrieben werden.
- Abgrenzung festlegen. Definieren Sie den Schwerpunkt beispielsweise nach Branche, Aufgabenstellung, Methode oder Unternehmensgröße. Die Kombination mehrerer Kriterien kann zu einer klareren fachlichen Positionierung beitragen.
- Formulierung prüfen. Fassen Sie Ihre Positionierung in einem Satz zusammen und prüfen Sie im beruflichen Netzwerk, ob daraus verständlich wird, für welche Zielgruppe und welche Leistungen Ihr Angebot steht.
Wie eine solche Kombination in der Praxis aussehen kann, zeigen konkrete Spezialisierungen.
Beispiele für eine solche Positionierung sind eine Texterin für medizinische Fachartikel, ein SAP Berater für mittelständische Maschinenbauunternehmen oder eine Datenschutzberatung für Arztpraxen. Eine spezifische Ausrichtung kann zudem die Begründung des eigenen Stundensatzes unterstützen, da die angebotene fachliche Leistung eindeutiger eingeordnet werden kann.
Bei der Festlegung einer Spezialisierung sollte jedoch auch geprüft werden, ob Umfang und Nachfrage angemessen aufeinander abgestimmt sind.
Diese Fehler schwächen Ihre Positionierung
Bei der Positionierung treten häufig ähnliche Herausforderungen auf. Eine zu weit gefasste Nische unterscheidet sich nur begrenzt von einem allgemeinen Angebot und erschwert dadurch eine klare fachliche Abgrenzung. Auch eine sehr eng definierte Nische kann problematisch sein, wenn die Nachfrage zu gering ist und entsprechende Projekte nur selten ausgeschrieben werden.
Neben der Abgrenzung und der Nachfrage ist auch die Nachweisbarkeit der gewählten Spezialisierung von Bedeutung.
Ein weiterer Aspekt betrifft die Nachweise der Spezialisierung. Referenzen, Arbeitsproben oder konkrete Projektergebnisse können die fachliche Ausrichtung nachvollziehbar belegen und ihre Aussagekraft erhöhen. Eine Positionierung ist nur dann klar erkennbar, wenn sie im Profil und in Gesprächen deutlich kommuniziert wird. Häufige Änderungen der fachlichen Ausrichtung können zudem die eindeutige Zuordnung erschweren, da sich ein konsistentes Profil erst über einen längeren Zeitraum etabliert.
Fazit
Eine Spezialisierung ergibt sich aus der Verbindung von belegbarer Erfahrung, vorhandener Nachfrage und einer klaren fachlichen Abgrenzung. Diese Ausrichtung sollte im Profil und in Gesprächen eindeutig kommuniziert werden. Als erster Schritt kann geprüft werden, welche bisherigen Projekte sich einem gemeinsamen fachlichen Schwerpunkt zuordnen lassen.



