Erfolgsfaktor Alter: Darum profitieren Freelancer von verschiedenen Altersstrukturen

Viele Berufstätige sorgen sich ab einem gewissen Alter um ihre Einstellungschancen. Zu groß ist angeblich die nachrückende, jüngere Konkurrenz. Doch diese Zweifel sind für Freelancer in den meisten Fällen unbegründet – im Gegenteil, hier haben etwas höhere Altersklassen oft einen Vorteil. Was das Alter der Freelancer also mit Erfolg, Fachkräftemangel und Stundensätzen zu tun hat, erfahren Sie hier:

alter als erfolgsfaktor von freelancern

Allgemeine Altersstruktur der Freelancer

Auf freelance.de liegt das durchschnittliche Alter der Freelancer etwa bei Mitte 40. Das ist über die Branchen hinweg unterschiedlich verteilt: Die Bereiche IT und Entwicklung, aber auch Sprachen und Soziales sind mit Freelancern von durchschnittlich 44 Jahren beispielsweise etwas jünger als etwa die Wissenschafts- (Ø 45,8) oder Finanzbranche (Ø 47,7). Übrigens zeigt sich hier auch, dass unsere männlichen Freelancer tendenziell etwas älter sind als die weiblichen. Insgesamt liegen die Freelancer im Allgemeinen etwa zwei Jahre über dem Durchschnittsalter aller Erwerbstätigen in Deutschland. Der maßgebliche Grund dafür: Viele entscheiden sich erst nach einer gewissen Zeit in Festanstellung und mit einer gewissen beruflichen Erfahrung für die Selbstständig- oder Freiberuflichkeit. Zwar sinkt das Einstiegsalter in die Freiberuflichkeit immer weiter – nämlich um knapp fünf Jahre seit 2014 –, dennoch ist die Gesamtaltersstruktur eher in Richtung der etwas höheren Altersklassen verschoben. Dies hängt jedoch sicherlich auch mit der allgemeinen demografischen Entwicklung zusammen.

Erfahrung und Stundensatz

Im Festangestelltenverhältnis haben es ältere Mitarbeiter manchmal etwas schwerer, gerade wenn es um Neueinstiege geht. Allzu oft hört man in diesem Zusammenhang das Wort „Risikofaktor“ – dass das jedoch keineswegs zutrifft, zeigt die Welt der Freelancer. So berichtet auch die W&V, dass hier Freelancer mit zunehmendem Alter vor allem auch mit entsprechend zunehmender Erfahrung punkten. Dadurch positionieren sie sich noch mehr als Experten und punkten mit langjährigem Spezialwissen. Obwohl auch die Einstiegsgehälter für Freelancer steigen, verschafft ihnen Erfahrung eine noch robustere Verhandlungsposition in puncto Stundensatz. Denn der steigt tendenziell mit dem Grad der Erfahrung. Außerdem spielt in Zeiten von Fachkräftemangel das Alter oft eine eher untergeordnete Rolle. Insgesamt gibt es zwei Gruppen von Freelancern, die für ihre Arbeit die besten Stundensätze verlangen können: Diejenigen, die sich stets auf die neuesten Trends fokussieren. Oder aber die ebengenannten Experten mit ihrem großen Erfahrungsschatz. (Oder gar eine Kombination aus beidem.)

Nebenberufliche Selbstständigkeit und Rente

Übrigens – wenn wir das Thema Alter und Altersstruktur noch etwas weiterspinnen wollen – kann das Arbeiten als Freelancer auch in Rente noch bestens funktionieren. Denn als Rentner ist eine nebenberufliche Tätigkeit möglich – ganz ähnlich wie bei Studenten oder Eltern in Elternzeit. So kann Freelancing in diesem Fall beispielsweise als Zuverdienst oder einfach nur aus Freude am Beruf betrieben werden. Weitere Informationen zur nebenberuflichen Freiberuflichkeit finden Sie hier oder hier.

Aus unserer Umfrage unter den Freelancern geht hervor, dass knappe 37% schon mehr als zehn Jahre als Freelancer arbeiten – an Erfahrung fehlt es hier demnach offensichtlich nicht. Also: Egal in welchem Alter, Ihren Erfolg definieren und kreieren Sie selbst!

Ein Kommentar:

  1. Avatar
    Tobolla Volker

    Ihre Fakten sind richtig erkannt. Ich selbst bin 65 Jahre,sehr erfahren im Pipelinebau und dem related Anlagenbau. Werde Ihren Support suchen.

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