Gehaltsverhandlung als Freelancer – so erzielen Sie Ihr Wunschhonorar

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist für viele ein großer Traum. Wenn er in Erfüllung geht, denken nur wenige mit Wehmut an ihre Festanstellung zurück. Schließlich hat man als Freelancer mehr Freiheiten – darunter auch die Entscheidung über das Wunschhonorar. Doch gerade bei der Gehaltsverhandlung sind viele Freelancer herausgefordert. Leistung allein reicht hier nicht aus, Verhandlungsgeschick ist gefragt. In diesem Artikel zeigen wir, wie Sie Ihr Wunschhonorar erreichen.

Eine Honorarverhandlung will gelernt sein

Das Dasein als Freelancer ist für viele Erwerbstätige wünschenswert, aber auch immer mit einem Risiko verbunden. In der Selbstständigkeit erhalten Sie kein geregeltes Gehalt auf Ihr Konto überwiesen. Umso wichtiger sind regelmäßige Honorarverhandlungen, bei denen Sie genau die Summe herausschlagen sollten, die Ihnen ein sorgenfreies Leben ermöglicht.

Diese Don’ts sind ein No-Go bei Honorarverhandlungen. (©techminds.de)

Wenn Ihnen die nächste Gehaltsverhandlung bevorsteht, müssen Sie Ihr Selbstbewusstsein stärken, um keine Chancen auf ein zufriedenstellendes Honorar zu verspielen. Ansonsten kann es schnell passieren, dass Sie sich als Freelancer schon bald am Rande der Existenzkrise sehen. Im Gespräch über das Wunschgehalt vermeiden Sie am besten die folgenden Don’ts – dann sind Sie schon einmal auf der sicheren Seite.

Eine Honorarverhandlung ist gar nicht so einfach – sie erfordert schon ein wenig Know-how. Wir geben Ihnen nun ein paar wertvolle Tipps an die Hand, damit Sie Ihrer nächsten Gehaltsverhandlung entspannt entgegenblicken können.

1. Seien Sie selbstbewusst.

Als Freelancer müssen Sie sich jederzeit gut vermarkten können. Schließlich möchten Sie Ihre_n Verhandlungspartner_in von Ihren Stärken überzeugen, damit Sie Ihr gewünschtes Honorar ausbezahlt bekommen. Überlegen Sie sich also schon gut im Vorhinein, was Sie einzigartig macht und somit von der breiten Masse abhebt. Wenn Sie sich selbst über Ihr Können bewusst sind, wirken Sie schon wesentlich selbstbewusster – und um diese berufliche Kompetenz sollten Sie stets bemüht sein.

Falls Sie schon länger mit einem Kunden zusammenarbeiten und sich mehr Honorar wünschen, müssen Sie handfeste Argumente für eine Gehaltserhöhung formulieren. Sprechen Sie über die Leistungen, die Sie bereits auf dem gemeinsamen Weg erbracht haben. Wenn Ihr_e Verhandlungspartner_in in der Vergangenheit damit zufrieden war, wird es wohl keiner großen Überredenskunst bedürfen, um ein höheres Gehalt zu bekommen.

2. Informieren Sie sich über Ihre_n Verhandlungspartner_in.

Jede_r Verhandlungspartner_in ist anders – so gleicht auch keine Gehaltsverhandlung der anderen. Um bestmöglich auf das entscheidende Gespräch vorbereitet zu sein, sollten Sie sich über Ihren Kunden in spe ausführlich informieren. Eine klassische Online-Recherche mit Google kann Ihnen dabei helfen, die wichtigsten Fakten über Ihre_n Verhandlungspartner_in ausfindig zu machen.

Dabei geht es nicht nur um fachliche Informationen, sondern vor allem auch darum, wie Ihr potenzieller Kunde zwischenmenschlich tickt. Sehen Sie sich dazu Bewertungen im Internet an – so finden Sie vielleicht heraus, ob es sich hier eher um einen Haudrauf oder Kompromissliebhaber handelt. Auf diese Weise können Sie sich schon vorab auf Ihre_n Gesprächspartner_in einstellen und die entsprechenden Worte wählen.

3. Nennen Sie ein realistisches Honorar.

Weil Sie als Freelancer kein konkretes Gehalt bekommen, müssen Sie Ihren Stundensatz selbst kalkulieren und gegebenenfalls immer wieder überarbeiten. Bevor Sie also in die nächste Honorarverhandlung gehen, sollten Sie sich ein paar Gedanken über Ihr Wunschhonorar machen. Welches Gehalt wollen Sie verdienen, um einerseits sorglos zu leben und andererseits konkurrenzfähig zu bleiben? Um ein realistisches Honorar vorschlagen zu können, sollten Sie…

  • …den Stunden- und Tagessatz Ihrer Konkurrenz im Auge behalten.
  • …sich ein monatliches Umsatzziel setzen.
  • …Ihre konkreten Fixkosten berücksichtigen (z. B. Miete, Steuern, Versicherungen).
  • …Ihre geschäftlichen und privaten Ausgaben miteinberechnen.

Sobald Sie sich Ihr Wunschhonorar überlegt haben, ist es besonders wichtig, dass Sie diese Summe auch möglichst selbstbewusst vorschlagen. Es wirkt alles andere als kompetent, wenn Sie z. B. Ihrem Gegenüber das gewünschte Gehalt mit zittriger Stimme oder gesenktem Kopf verraten. Sprechen Sie stattdessen mit lauter Stimme und hoch erhobenen Hauptes. Je überzeugter Sie Ihr Wunschhonorar nennen, desto weniger werden Sie auf Widerstand stoßen.

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4. Konzentrieren Sie sich auf Ihren Kunden.

Natürlich ist es wichtig, dass Sie als Freelancer bei der Gehaltsverhandlung ein positives Licht auf sich werfen, indem Sie Ihren Kunden von Ihren Kompetenzen überzeugen. Doch mit professionellem Selbstmarketing ist es hier noch nicht getan. Sie sollten auch darauf achten, dass Sie immer wieder betonen, wie der Kunde von Ihren Leistungen profitieren kann.

Gehen Sie dabei wiederholt auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Kunden ein und erläutern Sie im Detail, wie Sie mit Ihren Leistungen helfen können. So vermitteln Sie Ihrem Gegenüber, dass Sie ganz genau verstehen, in welchen Bereichen Ihre Unterstützung einen Unterschied machen könnte. Im Idealfall erkennt Ihr_e Verhandlungspartner_in, dass Sie der Freelancer sind, der sich sein Wunschhonorar wahrlich verdient hat.

Lässt die nächste Gehaltsverhandlung nicht mehr allzu lange auf sich warten? Dann nutzen Sie diese Chance und holen Sie sich Ihr Wunschhonorar aufs Konto! Verabschieden Sie sich von allen Don’ts und setzen Sie auf unsere Tipps. Sie werden sehen: Mit Selbstbewusstsein, Überzeugungskraft und etwas Fingerspitzengefühl werden Sie sich bestimmt schon bald über Ihr gewünschtes Gehalt als Freelancer freuen!

Florenz Klasen

Florenz Klasen

Florenz Klasen ist Gründer & CEO der TechMinds GmbH. Auf Tech & IT spezialisiert, verbindet die Recruiting-Boutique namhafte Unternehmen mit hochqualifizierten Führungskräften und Professionals. Dabei ist das Ziel immer, großartige Teams für zukunftsweisende Projekte zusammen zu bringen.

Ein Kommentar:

  1. Hallo, ist das hier gezielte Verwirrung? In der Einleitung wird beim “Freelancer” explizit von “Selbstständigen” ausgegangen, was auch der Realität entspricht . Wir wissen alle, dass Selbstständige und Nicht-angestellte Eigentümer / Geschäftsführer keine Arbeitnehmer sind, und daher auch kein “Gehalt” beziehen. Sie leben von den Rückflüssen ihrer unternehmerischen Tätigkeit.

    Hier von Gehalt zu spreche ist falsch und fahrlässig. Die politischen Risiken für Selbstständige in der Beratung werde immer größer. Staatliche und gesellschaftliche Interessengruppen versuchen das Lebensmodell der Selbstständigkeit durch Regulierung so zu schwächen, dass es nicht mehr funktioniert.

    “Scheinselbstständigkeit” ist ein ernstes politisches Existenzrisiko für Freelancer. Eine Abgrenzung zu Angestellten wird immer wichtiger. In diesem Zusammenhang können schon Nuancen entscheidend sein, wie immer wieder festgestellt wird.

    Eine auch nur sprachliche Gleichsetzung von Freelancern mit Gehaltsempfängern ist unprofessionell für ein Magazin unter einer Freelancer-Plattform!!!

    Ich bin hier zahlender Kunde (Premium-Konto) und möchte nicht lesen, dass die Billigbeiträge auch noch in eine falsche Richtung gehen. beim nächsten Copy/Paste bitte Augen auf. Was hier läuft ist gefundenes Fressen für die politische Gegenseite. Und die zahlt nicht die Premiumbeiträge Eurer Nutzer.

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