Was macht ein Softwaretester?

Ein Softwaretester (auch bekannt als IT-Tester, agiler Tester) ist für die funktionale und technische Prüfung von Softwareprodukten, Websites und Anwendungen verantwortlich. Er stellt sicher, dass Fehler vermieden werden und der Endkunde die beste Nutzererfahrung erlebt. Tester sollten daher ein gutes Auge dafür haben, inwieweit Softwareprodukte auf die Wünsche des Kunden bzw. Anwenders eingehen können.

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Mit dem Aufkommen agiler Entwicklungsmethoden wie Scrum hat sich die Arbeitsweise des Testers erheblich verändert. Der Software-Tester ist nun Teil eines selbstverwalteten Entwicklerteams, das darauf abzielt, ein immer besseres (Software-)Produkt zu liefern, indem es kontinuierlich optimiert wird. Technisch ist der Beruf gleich geblieben, obwohl das Testen heute so weit wie möglich automatisiert ist.

Die Funktion ist ähnlich wie bei ethischen Hackern oder Penetrationstestern, mit dem Unterschied, dass letztere Funktionen speziell darauf abzielen, Fehler und Probleme in der Sicherheit von IT-Umgebungen zu erkennen.

Hauptaufgaben

Ein Tester ist dafür verantwortlich Software, Websites und Webanwendungen zu testen und sicherzustellen, dass sie keine Fehler enthalten und die User Experience des Endprodukts so gut wie möglich ist. 

Welche Aufgaben hat ein Softwaretester?

Im Einzelhandel werden für Tester folgende Tätigkeiten umfasst:

• Erstellung von Testplänen und Spezifikationen

• Schreiben von Testskripts

• Automatisierung von Tests

• Verbesserung der Testprozesse

• Aufzeichnung der Testergebnisse

• Risikoanalyse und Abschätzung der Auswirkungen von Fehlern

• Meldung der Ergebnisse an den Scrum-Master

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Arbeitsplatz

Tester können beispielsweise für Unternehmen arbeiten, die ihren Kunden digitale Dienstleistungen über eine App, Website oder einen Webshop anbieten. Darüber hinaus können sie für Anbieter von Softwarelösungen und Softwareanwendungen arbeiten. IT-Dienstleister oder IT-Beratungen beschäftigen oftmals Softwaretester, die ihren verschiedenen (Geschäfts-)Kunden beim Testen von Software unterstützen.

Neben dem Kontakt zu den Testerkollegen muss aufgrund der Berichterstattungsplicht auch kontinuierlich der Kontakt zum Scrum-Master gepflegt werden.

Ausbildung

Um als Tester beruflich tätig zu sein, ist eine IT-bezogene Hochschulausbildung erforderlich. Folgende Studiengänge kommen in Betracht:

• Informatik

• Technische Informatik

• Wirtschaftsinformatik

• Technische Betriebswirtschaft

• Software Engineering

Da das Testen heute weitestgehend automatisiert ist, sind in der Regel Erfahrungen mit automatisierten Tests und geeigneten Tools wie Cucumber, Selenium, FitNesse, SoapUI, UFT oder QTP erforderlich. Ein ISQTB- oder TMap-Zertifikat ist auch für viele Arbeitgeber eine Voraussetzung. Um diese Zertifizierungen zu erhalten, ist es möglich, einen bestimmten Prüfungskurs zu absolvieren.

Je nachdem, welche Art von Software der Tester prüfen muss, benötigt er Kenntnisse in verschiedenen Programmiersprachen. Beim Testen von Websites oder Anwendungen sind außerdem Front-End-Kenntnisse erforderlich und er muss Erfahrungen mit HTML, CSS und Javascript verfügen. Wenn der Softwaretester mit Datenbanken arbeiten muss, sind Kenntnisse bezüglich SQL und Oracle unerlässlich.

Gehalt

 Das Einstiegsgehalt eines freiberuflichen Softwaretesters liegt bei ca. 42.000€ brutto im Jahr. Im späteren Verlauf des Berufslebens liegt das durchschnittliche Jahresgehalt bei ca. 58.000€ pro Jahr. Spitzenkandidaten verdienen bis zu 75.000€ pro Jahr.

 

Wie viel verdient ein Softwaretester?

Einstiegsgehalt42.000€
Durchschnittsgehalt58.000€
Spitzengehalt75.000 €

Der Stundensatz von Softwaretestern liegt durchschnittlich bei 74€ pro Stunde. Bei einem 8-stündigem Arbeitstag liegt der Tagessatz somit bei 592€ pro Tag.

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