Work-Life-Balance – Warum Freelancer darauf achten sollten

Über 1,3 Millionen Deutsche arbeiten als Freelancer – Tendenz steigend. Als sein eigener Boss kann man sich seine Zeit frei einteilen, ortsunabhängig arbeiten und nur die Projekte annehmen, die man möchte. Doch mit der beruflichen Freiheit wächst auch der unternehmerische Druck. Die Auftragslage ist nicht immer konstant, manchmal lässt der nächste Auftrag auf sich warten, und im nächsten Monat hat man das Gefühl, der Tag hat einfach nicht genug Stunden. Oft wird der Feierabend dann nach hinten verschoben. Kommen wir nach einem langen Arbeitstag nach Hause, wollen Hausaufgaben kontrolliert werden und über der Gute-Nacht-Geschichte für die Kinder schlafen manche Eltern fast selbst ein. So ein Arbeitsrhythmus ist auf die Dauer weder gesund, noch gut für das Familienleben. Außerdem verliert man den Spaß am Freelancen, wenn es neben der Arbeit keinen Ausgleich gibt.

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Um den Spaß an der Arbeit nicht zu verlieren, aber auch um gesundheitlich fit zu bleiben, sollte auf eine ausgeglichene Verteilung von Arbeit und Freizeit geachtet werden.

Dauerstress greift die Gesundheit an

Eine gute Work Life Balance ist nicht nur nötig, um langfristig produktiv arbeiten zu können, sondern auch um gesund zu bleiben. Denn, wer ständig unter dem Druck von drei Deadlines gleichzeitig arbeitet, gehört zur Risikogruppe für die sogenannte Freizeitkrankheit, eine Krankheit, die besonders seit der Jahrtausendwende vermehrt auftritt. Sie äußert sich darin, dass die Betroffenen pünktlich zum Urlaubsbeginn krank werden. Das ist keineswegs die Ironie des Schicksals, sondern der Effekt von Dauerstress auf unser Immunsystem. Setzt der Stress zu Urlaubsbeginn aus, ist das Immunsystem mittlerweile so geschwächt, dass Krankheitserreger leichtes Spiel haben. Ein realistisch geplantes Arbeitspensum trägt also nicht nur zu qualitativ besserer Arbeit bei, sondern hält auch Körper und Geist gesund.

Auswirkungen von guter Work Life Balance

Es mag abwegig klingen, aber zu guter Arbeit gehören regelmäßige Pausen. Wer die nicht einplant, arbeitet oft 6 oder 8 Stunden am Stück, ist dabei aber weniger produktiv. Wer seinen Tagesablauf plant, und genaue, realistische Ziele steckt, arbeitet konzentrierter und gewissenhafter, kann seinen Erfolg am Ende des Tages kontrollieren und geht zufrieden nach Hause. Kleine Pausen lassen sich von vornherein planen und helfen dabei, Abstand von der Arbeit zu bekommen. Im Gespräch über einer Tasse Kaffee kommen dann auch die besseren Ideen. Zur Planung gehört auch, nicht jedes Projekt anzunehmen. Besonders gegen Ende einer Deadline, sollten genügend zeitliche Puffer eingeplant werden, dass auch die letzten „kleinen Änderungswünsche“ des Kunden in Ruhe und gewissenhaft  ausgeführt werden können.

Ein pünktlicher Feierabend ist genauso wichtig, wie ein pünktlicher Arbeitsbeginn. So vermeiden Sie unfreiwillige Nachtschichten und behalten einen gesunden Tagesrhythmus. Am Abend bleibt Zeit für den Ausgleich mit Familie und Freunden. Wer sich regelmäßig die Zeit nimmt, Sport zu treiben, gleicht so auch den Hormonhaushalt aus, das Stresshormon Kortisol wird abgebaut. Körper und Geist können so am nächsten Tag erholt und frisch durchstarten und geben stressbedingten Krankheiten keine Chance.

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