Der Lohn der Freelancer – Freelancetweets 020

In der Reihe Freelancetweets kommentieren wir grandiose, aberwitzige, aber auch ganz nüchterne Tweets über das Leben als Freiberufler. Heute kommentieren wir:

Wir diskutieren über Honorare, ob es besser ist, nach Stunde oder Projekt abzurechnen und wie man stundensatztechnisch überhaupt so im Vergleich zu anderen Freelancern liegt – und das ist auch gut so! Von Luft und Liebe lässt es sich nun einmal doch schwerlich leben (leider). Und klar ist braucht jeder von uns auch den monetären Lohn, der gute alte Zaster, der uns nun mal unseren Lebensunterhalt sichert und im besten Fall sogar noch ein bisschen mehr. Oder halt auch viel mehr – kommt ja immer auf die Ansprüche und Wünsche an.

Aber gleichzeitig hat doch Gina Bromá völlig recht mit ihrem Tweet: Da gibt es doch noch mehr, was das Herz jedes Freiberuflers und jeder Freiberuflerin höher schlagen lässt. Denn entgegen eines weitläufigen Vorurteils geht es den meisten Freelancern nicht darum, den Finanzchefs mit ihren Vorstellungen vom Stundensatz bzw. Lohn den Angstschweiß ins Gesicht zu treiben.

Wertschätzung als Lohn fürs Wohlbefinden

Stattdessen geht es viel eher darum, dass die eigene Arbeit wertgeschätzt wird. Dass es auch mal ein lobendes Wort und Anerkennung gibt. Und dass wir das Gefühl haben, dass genau unsere Arbeit gut, relevant und wichtig ist – und nicht völlig austauschbar. Wenn die Arbeit dann auch noch geradezu Begeisterung auslöst, bitte, was will man denn mehr? Schließlich ist auch das eine Form von Lohn, nämlich eine, über die wir uns oft mehr, intensiver und länger freuen, als über den reinen Geldwert.

Das Bisschen mehr

Warum das so ist? Ich persönlich glaube ja, dass eine solche Anerkennung uns – zumindest kurzzeitig – fühlen lässt wie ein Rockstar. So als könnte man alles schaffen. Denn hallo? Die abgelieferte Arbeit war schließlich grandios. So stehen uns alle Türen offen. Wir könnten quasi die Welt erobern mit unserem daraus gespeisten Elan und zusätzlich gewonnenen Ehrgeiz. Und überhaupt, wer sollte uns jetzt stoppen? Okay. Ja, vielleicht ist das ein bisschen dick aufgetragen. Und vielleicht hält das Gefühl auch echt nicht lange an. Aber bis dahin tut diese Wertschätzung unserer Arbeitsmoral und unserer Seele gut. Dieser Lohn kostet den Projektanbieter nicht mehr als ein paar nette, ehrlich gemeinte Worte und ein Lächeln. Und das tut uns allen gut, oder?

Was ist denn für euch die größte Wertschätzung oder Bestätigung im Job?

Antonia Markiewitz

Antonia Markiewitz

ist bei freelance.de im Bereich Online Marketing tätig.

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