Interview: Enterprise Computing mit Java EE und Spring (Boot) – Ein Experte erzählt

Für Unternehmen nimmt die richtige Softwareplattform eine wichtige Rolle ein, um Aufgaben schnell und auf hohem technologischem Niveau zu lösen. Doch was macht die beiden Frameworks so besonders? Wie kann Ihr Unternehmen von ihr profitieren? Diese und weitere Fragen haben wir einem unserer Freelancer, Herrn Mehmet Erdogan, gestellt und eine ausführliche Antwort dazu erhalten:

Interview Reihe

Herr Erdogan, Sie sind schon seit einigen Jahren mit den Frameworks Java EE und Spring Boot vertraut. Wie kamen Sie dazu bzw. warum haben Sie sich für diesen Bereich entschieden?

Während meines Studiums in Informatik interessierte ich mich bereits für den Themenbereich der Verteilten Systeme. Vor allem die Umsetzung und Implementierung weiterer Kommunikationsszenarien aus dem Selbstmanagement über sogenannte Softwareagenten haben mein Interesse geweckt und somit meine Karrierelaufbahn bestimmt.

Autonome Verhaltensmuster verschiedener unabhängiger Prozesse, welche über standardisierte Protokolle bzw. Nachrichten Daten austauschen und damit eine gewisse “Dezentralisierung von Automatisierungssystemen“ erlauben, schienen mir eine mögliche Antwort auf die Beherrschung der weiterwachsenden heterogenen Systemlandschaften im IT-Umfeld zu sein.

Dabei bietet das Java-Ökosystem mächtige Frameworks wie Java EE oder Spring (Boot) für die Implementierung von plattformunabhängigen verteilten Systemen im Enterprise Umfeld.

Können Sie unseren LeserInnen kurz erklären, was in Ihren Augen das Besondere an Java EE und Spring ist und in welchen Bereichen die Frameworks für Unternehmen hilfreich sind?

Unternehmen stehen immer wieder vor der Herausforderung nachhaltige und langlebige Softwaresysteme zu entwickeln. Effiziente Implementierung von Unternehmensanwendungen kann zu einem Wettbewerbsvorteil und damit signifikant zum Unternehmenserfolg beitragen.

Die Frameworks Java EE oder Spring (Boot) sollen vor allem die Entwicklung von Unternehmensanwendungen vereinfachen. Die zugrundeliegenden Containerkonzepte bieten eine Reihe vorgeschriebener Dienste, auf die zurückgegriffen werden kann. Als “Spezifikation einer Softwarearchitektur“ stehen eine Menge Funktionen im Fokus. Unternehmen können sich bei der Abbildung von Geschäftslogik auf das Kerngeschäft konzentrieren. Spezifizierte Dienste für Sicherheit, Transaktionen, Hochverfügbarkeit, Lastsicherheit, Skalierbarkeit oder Modularisierung sollen bei der Entwicklung von Unternehmensanwendungen unterstützen.

Ziel soll es vor allem sein, eine gewisse Standard Ausführungsumgebung zu definieren. Dies ermöglicht Unternehmen hochverfügbare und transaktionssichere Applikationen zu entwickeln, welche mit einer großen Datenmenge umgehen können und damit eine hohe Skalierbarkeit mit sich bringen.

Wie schätzen Sie die Zukunft für Java bzw. Spring im Unternehmerischen Umfeld ein? Sind die beiden Technologien den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gewachsen?

Der Erfolg und die Beliebtheit von Java EE und dem Spring (Boot) Ökosystem im Enterprise Umfeld ist nicht zu übersehen. Zahlreiche große Systeme existieren bereits auf Basis dieser Technologien. Sei es als Business-Itelligence-Software Lösung im Bereich Banken/Finanzwesen, als IoT Anwendungsplattform im Automotive Sektor oder auch als Integrationsplattform zur Verarbeitung von Beratungs- und Finanzprodukten im Versicherungsumfeld.

Die Standards aus dem Java-Ökosystem schaffen es immer wieder neue Entwicklungsansätze in die Welt zu tragen und somit den neuen Gegebenheiten und sich ständig ändernden Anforderungen der Unternehmen anzupassen. Für Agilitäts- und DevOps-Initiativen in Zusammenhang mit Microservices Architekturen wurden mit Spring Boot, Spring Cloud oder dem MicroProfile aus dem Java EE Bereich hervorragende Technologien bereitgestellt. Gerade mit diesen Frameworks lassen sich schlanke Anwendungen schreiben, die sich in Self-Contained JARs auf verschiedenen Containern ausliefern lassen. Schnelle und häufige Entwicklung von Funktionalität und ihrer Servicekomponenten, Skalierbarkeit und anpassungsfähige und sich ändernde Geschäftsanforderungen in IT-Systemen lassen sich nahezu perfekt mit den Technologien aus dem Java-Ökosystem lösen.

Ansätze wie polyglotte Programmierung sowie direkt ausführbarer Maschinencode auf der GraalVM oder auch das Quarkus Framework sind mögliche Antworten dazu Cloud-native-Applikationen mit kleinen Deployment-Artefakten auf Container zu packen und somit auch für Einsatzgebiete und Entwicklung des Cloud Computing gewappnet zu sein.

Vielen Dank für Ihre interessanten Antworten und die tolle Einschätzung Herr Erdogan! Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihren Projekten.

Sie möchten mehr erfahren – hier geht es zum Profil von Experte Mehmet Erdogan.

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Valentin Feuchtinger

Valentin ist seit September 2020 bei freelance.de und unterstützt uns im Marketing Team. Er ist dualer Student an der IUBH, bei der er sich Wissen im Marketing Management aneignet.

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